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GERICHT: Mordfall Muotathal: Mittäter freigesprochen

Im Zusammenhang mit dem Doppelmord in Muotathal hatte das Jugendgericht des Kantons Schwyz einen weiteren Angeklagten zu beurteilen. Diesem wurde Nothilfe-Unterlassung vorgeworfen.
Gedenktisch im Schulhaus Ried im April 2008. (Bild Corinne Glanzmann/Neue SZ)

Gedenktisch im Schulhaus Ried im April 2008. (Bild Corinne Glanzmann/Neue SZ)

Der inzwischen 16-jährige Angeklagte habe mehrfach vom mitangeklagten Mitschüler und Kollegen von der geplanten und angekündigten Tat, die zwei Todesopfer forderte, Kenntnis bekommen, den Tatzeitpunkt gekannt und auch davon gewusst, dass sein Mitschüler von der Organisation «Definity» aus, welcher er selber angehört habe, zu dieser Tat genötigt worden sei. Somit habe er gewusst oder hätte zumindest annehmen müssen, dass die späteren Opfer in unmittelbarer Lebensgefahr geschwebt hätten.

Das Gericht hatte erhebliche Zweifel, dass der Angeklagte von einer unmittelbar bevorstehenden Tat vom April 2008 ernsthaft Kenntnis hatte. Ausserdem kam es zum Schluss, dass das Tötungsdelikt nicht das Produkt einer ominösen Organisation war, sondern vielmehr die Tat eines Einzelnen. Der Nachweis konnte somit nicht erbracht werden, dass der Angeklagte trotz Kenntnis eines bevorstehenden Tötungsdelikts keine geeigneten Schritte unternommen hat, um dieses zu verhindern. Deshalb war der Angeklagte freizusprechen.

Harry Ziegler, pd/Neue SZ

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