GERSAU: Probebohrung verzögert sich erneut

Wegen einer Einsprache verzögert sich die Bohrung im Chilemattli. Ein Landwirt fürchtet um seine Existenz.

Charly Keiser
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Hier auf dem Chilemattli, nördlich des Friedhofs, soll das künftige Grundwasserpumpwerk des Bezirks zu stehen kommen. (Archivbild Irene Infanger)

Hier auf dem Chilemattli, nördlich des Friedhofs, soll das künftige Grundwasserpumpwerk des Bezirks zu stehen kommen. (Archivbild Irene Infanger)

Der grösste Teil des Brauchwassers in Gersau stammt aus dem Grundwasserpumpwerk Matt, das allerdings mitten im Dorf liegt. Noch in diesem Jahr muss das Werk auf Anordnung des Kantons geschlossen werden. Die fehlende gesetzeskonforme Schutzzone machen eine Verlegung unumgänglich.

Als Ersatz bietet sich das nördlich des Friedhofs gelegene Chilemattli an. Im vergangenen November war dort eine Kernbohrung von Erfolg gekrönt. Um weitere Erkenntnisse über zu erhalten, war geplant, die Probebohrungen im Januar fortzuführen. Gegen die Verfügung des Bezirksrats erhob Grundeigentümer Xaver Baggenstos Beschwerde beim Regierungsrat. Die Regierung wies die Beschwerde ab.

«Heimetli kaputt machen»

Doch damit gibt sich der Landwirt nicht zufrieden. Er hat nämlich die Beschwerde ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Deshalb verzögere sich der Abschluss der Untersuchungen mindestens bis zum Herbst, wie der Bezirk in einer Mitteilung schreibt. Der Bezirksrat sei unverändert der Überzeugung, dass eine Grundwasserfassung Chilemattli die beste und kostengünstigste Alternative zum aufzuhebenden Grundwasserpumpwerk Matt sei. «Gutes Wasser ist hier in grosser Menge vorhanden, und dank der Nähe zum alten Pumpwerk Matt kann ein neuer Brunnen in kurzer Distanz ans bestehende Verteilnetz angeschlossen werden», schreibt der Rat weiter. Eine einfache und günstige Lösung würde damit die Versorgungssicherheit langfristig sichern. Für Baggenstos ist klar: Als Lösung sieht er das Wasser aus dem See. «Dann braucht es keine Grundwasserfassung», betont er und ergänzt: «Und oben am Berg hat es zudem noch viel Quellwasser, das die Bäche hinunterläuft.» Der Bezirk wolle die Fassung auf seinem Land aus Kostengründen und damit zu seinem Schaden durchboxen, moniert Baggenstos und fügt an. «Doch damit würden sie mir mein ganzes ‹Heimetli» kaputtmachen.» Die Bohrung sei nur gerade 25 Meter neben seiner Jauchegrube und eine Fassung würde wohl das Ende seines Bauernbetriebs besiegeln.

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