GESCHWINDIGKEITSKONTROLLEN: Blechpolizisten füllen die Staatskassen

Radargeräte bescheren den Kantonen Einnahmen in Millionenhöhe. Dabei gehe es nicht immer um die Verkehrssicherheit, moniert der TCS.

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Ein Radarwarngerät in Cham. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein Radarwarngerät in Cham. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Es sind stolze Zahlen, die der Kanton Nidwalden präsentieren kann. Seit im Kirchenwaldtunnel auf der A 2 zwischen Stansstad und Hergiswil in beiden Fahrtrichtungen die Radaranlage in Betrieb ist, haben sich die Einnahmen aus den Ordnungsbussen mehr als verdoppelt. Im vergangenen Jahr machten sie total 8,6 Millionen Franken aus (2008 waren es noch 3,1 Millionen Franken).

Nidwalden ist kein Einzelfall. Auch andere Zentralschweizer Kantone können dank den sogenannten Blechpolizisten auf willkommene Einnahmen zählen. Der Kanton Luzern nimmt jährlich rund 18 Millionen an Ordnungsbussen ein – inklusive Parkbussen. Im Kanton Schwyz sind es fast 7 Millionen Franken, und im Kanton Zug machen die Einnahmen aus den Geschwindigkeitsbussen 3,4 Millionen Franken aus.

TCS kritisiert Radarflut
Kein Wunder, stellen angesichts dieser Zahlen immer mehr Kantone Blechpolizisten auf. Sehr zum Missfallen des Touring Clubs der Schweiz. Zwar hat Alex Mathis, Geschäftsführer der TCS-Sektion Waldstätte, nichts gegen Radarkontrollen, wenn sie die Verkehrssicherheit verbessern. «Es gibt aber genügend Beispiele, wo dies nicht der Fall ist», betont er.

Dominik Buholzer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.