GESUNDHEIT: Immer mehr Grippefälle in der Schweiz

Die Grippe ist weiter auf dem Vormarsch. Bereits die zweite Woche in Folge liegt die Rate der Grippeverdachtsfälle über dem Epidemie-Schwellenwert. In der Zentralschweiz ist die Grippeaktivität konstant.

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Eine Frau liegt mit Grippesymptomen im Bett. (Bild: Nadia Schärli)

Eine Frau liegt mit Grippesymptomen im Bett. (Bild: Nadia Schärli)

Die am Schweizer Grippen-Meldesystem teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte meldeten in der fünften Jahreswoche 11,8 Grippeverdachtsfälle auf 1000 Konsultationen, wie das Bundesamtes für Gesundheit (BAG) auf seiner Internetseite mitteilt.

Hochgerechnet entsprach dies 99 grippebedingten Konsultationen pro 100'000 Einwohner. Damit lag die Rate die zweite Woche über dem nationalen Epidemie-Schwellenwert, der bei 74 Grippeverdachtsfällen pro 100'000 Einwohner liegt.

In der Zentralschweiz konstant

«Weit verbreitet» ist die Grippe laut BAG inzwischen in den Westschweizer Kantonen Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis. Das heisst, dass 50 Prozent oder mehr der meldenden Ärztinnen und Ärzte Grippeverdachtsfälle diagnostiziert haben. Auch in den Kantonen Graubünden und Tessin ist die Grippe weit verbreitet.

In allen übrigen Kantonen wurde eine «verbreitete» Grippeaktivität registriert - das heisst, dass zwischen 30 und 49 Prozent der am Meldesystem beteiligten Ärzte bei ihren Patienten Grippeverdachtsfälle feststellte.

Das BAG stuft die Grippeaktivität schweizweit insgesamt als «steigend» ein - mit Ausnahme der Romandie, der Zentralschweiz und der Ostschweiz, wo die Aktivität «konstant» sei. In den Kantonen Luzern, Zug, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri ist die Anzahl Grippefälle laut BAG «verbreitet, aber konstant».

Vor allem Kinder

Am stärksten von der Grippe betroffen sind Neugeborene und Kleinkinder. Auf 100'000 0- bis 4-Jährige wurden hochgerechnet 165 Arztbesuche wegen Verdacht auf Grippe erfasst - mit steigender Tendenz. Bei der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen erfolgten 146 Arztbesuche pro 100'000 wegen grippenähnlicher Symptome. Am wenigsten Betroffen war die Gruppe der über 64-Jährigen.

Um sich gegen die saisonale Grippe zu schützen, empfiehlt das BAG insbesondere älteren Menschen, Schwangeren und weiteren Risikopersonen, sich impfen zu lassen.

Schweizweit nehmen etwa 200 Arztpraxen an der Grippenüberwachung des BAG teil. Sie melden wöchentlich die Anzahl ihrer Patienten, bei denen sie eine Grippenerkrakung vermuten.

sda