Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

GEWÄSSER: Im Kanton Schwyz sollen die Wuhrkorporationen aufgelöst werden

Der Kanton Schwyz regelt den Hochwasserschutz und die Gewässernutzung neu. Die Wuhrkorporationen sollen aufgelöst werden.
Bachverbauung Symbolbild (Bild: Archiv Robert Hess / Neue OZ)

Bachverbauung Symbolbild (Bild: Archiv Robert Hess / Neue OZ)

Der Regierungsrat hat einen Entwurf des totalrevidierten Wasserrechtsgesetzes von 1973 bis Ende Oktober in die Vernehmlassung geschickt. Das über 40 Jahre alte Wasserrechtsgesetz müsse vollständig überarbeitet werden, weil der Bund den Kantonen neue Aufgaben übertragen habe und heute anders mit Naturgefahren umgegangen werde, teilte die Staatskanzlei am Montag mit.

Vom Wasserrechtsgesetz betroffen sind diverse Akteure, etwa Gemeinden, Bezirke, Korporationen oder Kraftwerksbetreiber. Um die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen, wurden gemäss Staatskanzlei verschiedene Workshops durchgeführt.

Früher bestand der Hochwasserschutz in erster Linie aus baulichen Massnahmen. Hier habe es durch den Bund einen grundlegende Veränderung gegeben, heisst es in der Vernehmlassungsbotschaft. Das Bundesgesetz verlange, dass der Hochwasserschutz zuerst durch den Gewässerunterhalt und die Raumplanung sicherzustellen sei. Erst wenn dies nicht ausreiche, seien bauliche Massnahmen vorgesehen.

Heutiges System hat Mängel

Die für Verbauungen und Gewässerunterhalt zuständigen Wuhrkorporationen sollen aufgelöst werden. Der Regierungsrat schreibt, dass kleine Korporationen öfters finanziell, organisatorisch und fachlich an ihre Grenzen stiessen. An wichtigen Gewässern fehlten diese Organisationen, so dass die Anstösser für Hochwasserschutz und Gewässerunterhalt zuständig seien.

Weil damit koordinierte Massnahmen und die Umsetzung der bundesrechtlichen Vorgaben schwierig seien, sollen die Wuhrkorporationen innert zwei Jahren nach der Inkraftsetzung des totalrevidierten Wasserrechtsgesetzes durch die Bezirke aufgelöst werden. Die bei den Wuhrkorporationen vorhandenen Vermögenswerte sollen durch den zuständigen Bezirk übernommen werden.

Zuständig für die Projektierung und Realisierung von Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekten soll der Kanton sein. Die Bezirke sollen für den Unterhalt zuständig sein.

Die Verteilung der Wasserzinsen auf Kanton, Bezirke und Gemeinden soll grundsätzlich gleich bleiben. Allerdings sollen die Gemeinden keinen Anteil vom Kantonsanteil mehr zugute haben. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.