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GOLDAU: Bahn fährt wieder auf historischem Perron

Fast sieben Jahre mussten die Rigibahnen auf ihren neuen Hochperron warten. Für 18 Millionen Franken wurde das schweizweit einmalige Bauwerk aus dem Jahre 1897 saniert – die Restaurierung kostete 100-mal mehr als der Bau.
Das neue Hochperron bei der Eröffnungsfeier. (Bild: PD)

Das neue Hochperron bei der Eröffnungsfeier. (Bild: PD)

Endlich. Erleichterung ist bei Karl Bucher, Präsident des Verwaltungsrates der Rigi Bahnen AG, zu spüren. Fast sieben Jahre musste er warten. Am 10. Oktober 2010 fuhr der letzte Zug aus dem Hochperron in Goldau. Gestern nun war es wieder so weit. Endlich.

Vor rund 160 Gästen gab Bucher den «Bahnhof über dem Bahnhof» für den Schienenverkehr der Rigibahnen frei. Die Sanierung des Hochperrons sei eine schwierige Schwangerschaft mit einigen Komplikationen gewesen, sagte Bucher.

Ebenso bedeutend wie Kloster Einsiedeln

In der Tat liefen die Sanierungsarbeiten zum Hochperron anders als geplant. Aufgrund von Mehrkosten mussten die Arbeiten zweimal unterbrochen werden, was zu zeitlichen Verzögerungen führte. Ursprünglich sollte die Neueröffnung des Bahnhofes mit der 26 Meter langen Hochperronbrücke 2015 stattfinden. Gekostet hat der Umbau letztlich rund 18 Millionen Franken – 14 Millionen Franken zahlten die Rigibahnen.

Hätte man den Bauherren Ende des 19. Jahrhunderts diese Zahlen präsentiert, hätten sie wohl nur ungläubig den Kopf geschüttelt. Für 172500 Franken liessen sie damals, im Jahre 1897, den Hochperron errichten. Bauhistoriker stufen das Bauwerk als ebenso bedeutend wie das Kloster Einsiedeln ein.

Der Hochperron war Neuland in der internationalen Bahngeschichte. Seit 2006 steht er unter Denkmalschutz und ist in der Schweiz bis heute der einzige derartige Kopfbahnhof. Für die Rigibahnen Grund genug, die Wiedereröffnung des Bauwerks mit einem grossen Dorffest zu feiern – die Feier auf dem Gelände der Depotanlage geht heute Sonntag bis 16 Uhr weiter.

Doch abgesehen von seinem historischen Wert: Welche Bedeutung kommt dem Perron in heutiger Zeit noch zu? «Für uns ist er extrem wichtig», sagt Stefan Otz, CEO der Rigi Bahnen AG. Der Hochperron stelle den direkten Zugang zu den SBB-Zügen sicher. Ab sofort würden die Bahnen – jede Stunde ist es eine Zugkomposition pro Richtung – wieder ab dem «historischen Bijou» verkehren. Die letzten fast sieben Jahre fuhren die Züge ab dem provisorischen Endbahnhof Goldau Eichmatt, gut 200 Meter vom SBB-Bahnhof entfernt.

Christian Hodel

Gilt als Pionierleistung: Der Hochperron der Rigi-Bahn in Goldau. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Gilt als Pionierleistung: Der Hochperron der Rigi-Bahn in Goldau. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Noch immer Baustelle: Die Talstation der Arth-Rigi-Bahn in Gildau mit dem historischen Hochperron. Saniert und teilweise abgetragen wird der Zugangsturm (rechts). (Bild: PD)

Noch immer Baustelle: Die Talstation der Arth-Rigi-Bahn in Gildau mit dem historischen Hochperron. Saniert und teilweise abgetragen wird der Zugangsturm (rechts). (Bild: PD)

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