GOLDAU: Die Freiheit von Bartgeier Ikarus ist in Gefahr

Bartgeier Ikarus wird im Tierpark Goldau medikamentös behandelt. Ob man ihn wieder auswildert, ist allerdings ungewiss.

Drucken
Teilen
Bartgeier Ikarus in einer Voliere im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild Martin Wehrle/pd)

Bartgeier Ikarus in einer Voliere im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild Martin Wehrle/pd)

Spulwürmer, Federparasiten und eine leichte Luftsackentzündung: So lautet die Diagnose für Bartgeier Ikarus. Das eineinhalbjährige Tier wurde von einem Jäger am 10. November im Bisisthal geschwächt aufgefunden. Jetzt wird der grösste Vogel des Alpenraums im Tierpark Goldau gepflegt. «Es geht ihm gut. Er frisst und hat an Gewicht zugelegt», sagt Tierarzt Martin Wehrle.

Über die Zukunft von Ikarus werden der Kanton Schwyz und die Stiftung Pro Bartgeier entscheiden. Klar ist, dass der Vogel diesen Winter in einer Voliere verbringen wird. «Es macht keinen Sinn, einen Bartgeier, der schon einmal Probleme hatte, im Winter auszuwildern.» Die Chance, dass Ikarus wieder ausgewildert wird, sei ohnehin «nicht sehr gross». Ikarus sei Menschen gegenüber zu zutraulich. Diese Eigenschaft könnte ihm in freier Wildbahn zum Verhängnis werden: «Es ist eine Gefahr für ihn, dass er an Plätzen frisst, wo er nicht hingehört.»

Andrea Schelbert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.