Goldau: Drei junge Bartgeier werden ausgewildert

Tamina, Scadella und Madagaskar heissen die drei Bartgeier, die am kommenden Samstag im St. Gallischen Calfeisental ausgewildert werden. Das Bartgeierweibchen Tamina ist ein Jungtier aus dem Natur- und Tierpark Goldau, die zwei anderen kommen aus Spanien.

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Der junge Bartgeier Madagaskar au dem Tierpark Goldau wird im Calfeisental ausgewildert.

Der junge Bartgeier Madagaskar au dem Tierpark Goldau wird im Calfeisental ausgewildert.

Die Jungvögel sind kaum 90 Tage alt und stammen aus einem internationalen Zuchtprogramm. Am Donnerstag wurde die geplante Bartgeierauswilderung im Sarganserland im Natur- und Tierpark Goldau vorgestellt. Die Stiftung Pro Bartgeier will den Bartgeier wieder dauerhaft im Alpenraum ansiedeln. Dafür wurden die Auswilderungen letzten Sommer vom Schweizerischen Nationalpark in die Nordalpen verlagert, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr waren positiv: Die jungen Bartgeier entwickelten sich bestens und hielten sich in ihrem ersten Lebensjahr vorwiegend im Sarganserland und in der Innerschweiz auf.

Die drei neuen Jungvögel - die zwei Weibchen Tamina und Scadella und das Männchen Madagaskar - seien allesamt Bartgeier, die aus seltenen genetischen Linien stammten, heisst es weiter. So wird die genetische Basis der Wildpopulation verbessert und vermieden, dass Inzuchtprobleme auftauchen können.

In der Auswilderungsnische. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
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Die jungen Bartgeier werden zur Auswilderungsnische in St. Gallischen Calfeisental getragen. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Bartgeier Scadella, links, und Madagaskar gleich nach der Auswilderung. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
In weicher Schafwolle gebetet, gewöhnen sich die jungen Bartgeier an ihr neues zuhause. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Die jungen Bartgeier werden zur Auswilderungsnische in St. Gallischen Calfeisental getragen. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Tierarzt Martin Wehrle zeigt den jungen Bartgeier Madagaskar. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Viel Aufmerksamkeit für die jungen Bartgeier. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Eben angekommen in der Auswilderungsnische. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Die jungen Bartgeier werden zur Auswilderungsnische in St. Gallischen Calfeisental getragen. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Die jungen Bartgeier vor der Auswilderung. (Bild: PD/Claudio Gotsch)
Bartgeier Kira übt für den ersten Flug (Fotofallenbild). (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Das Bartgeierkücken Scadella (Bild: PD/Pakillo Rodriguez)
Noch in Goldau.
Bartgeier Madagaskar im natur- und Tierpark Goldau vor seiner Auswilderung im St. Gallischen Calfeisental. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Bartgeier Scadella im Alter von 90 Tagen. In wenigen Tagen wird das junge Bartgeierweibchen im St. Gallischen Calfeisental augewildert. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Die junge Tamina schaut aus ihrem Nest. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Junger Bartgeier Madagaskar wird vom Tierarzt Martin Wehrle des Natur- und Tierparks Goldau kontrolliert. (Bild: PD/Natur- und Tierpark Goldau)
Die zur Markierung eingebleichten Federn des jungen Bartgeiers Madagaskar werden von Daniel Hegglin, Geschäftsführer der Stiftung Pro Bartgeier (links), und Tierarzt Martin Wehrle, Tierarzt des Natur- und Tierparks Goldau  kontrolliert. (Bild: PD/Natur- und Tierpark Goldau)
Die zur Markierung eingebleichten Federn des jungen Bartgeiers Madagaskar werden von Daniel Hegglin, Geschäftsführer der Stiftung Pro Bartgeier, links, und Tierarzt Martin Wehrle, Tierarzt des Natur- und Tierparks Goldau  kontrolliert. (Bild: PD/Natur- und Tierpark Goldau)
Junge Bartgeier in der Auswilderungsnische im Calfeisental. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Der junge Bartgeier Sardona. (Bild: PD/ Daniel Hegglin)
Madagaskar im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Der junge Bartgeier Ingenius im Calfeisental. (Bild: PD/Peter Eggenberger)
Ein Blick vom Bartgeiernest ins Calfeisental, dass im Eidgenössischen Jagdbanngebiet Grau Hörner liegt. (Bild: PD/Franziska Lörcher)
In diesem Felsband im St. Gallischen Calfeisental wurden am 11. Juni 2011 drei junge Bartgeier ausgewildert. (Bild: PD/Franziska Lörcher)
Adulter Bartgeier. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Adulter Bartgeier im Engadin. (Bild: PD/David Jenny)
Bartgeier: Altvogel. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Junger Bartgeier. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Bartgeier. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Junger Bartgeier frisst Aas. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Junger Bartgeier. (Bild: PD/Franz Gamper)
Martin Wehrle, Tierarzt im Tierpark Goldau (Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ)
Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ
Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ
Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ
Hier zeigen Daniel Hegglin (links) von der Stiftung Pro Bartgeier und Martin Wehrle, Tierarzt im Tierpark Goldau den Pressevertretern die eingefärbten Federn zur Wiedererkennung der Tiere. (Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ)
Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ
Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ
Bartgeier Martin und Jacqueline, die Eltern von Bartgeier Tamina aus dem Natur- und Tierpark Goldau (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Ein Blick vom Bartgeiernest ins Calfeisental. (Bild: PD/Franziska Locher)
In diesem Felsband im St. Gallischen Calfeisental werden die drei jungen bartgeier ausgewildert. (Bild: PD/Franziska Locher)
Junge Bartgeier in der Auswilderungsnishe im Calfeisental. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Der junge Bartgeier Madagaskar vom Tierpark Goldau. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Bartgeierkücken Scadella. (Bild: PD/Pakillo Rodriguez)
Der Bartgeier Scadella im Alter von 90 Tagen, kurz vor der Auswilderung. (Bild: PD/Daniel Hegglin)
Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ

In der Auswilderungsnische. (Bild: PD/Claudio Gotsch)

Neue Überwachungstechnik

Die drei Bartgeier wurden bereits Ende Mai in Goldau zusammengeführt, wo sie sich aneinander gewöhnen konnten. Sie werden mit einem solarbetriebenen Sender ausgestattet. Dieser lokalisiert die Tiere über das Mobiltelefonnetz und liefert wertvolle Daten. Denn ein Wiederansiedlungsprojekt könne nur gelingen, wenn die Tiere auch optimal überwacht würden, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Bartgeier können nun statt ein bis zwei Mal bis über 20 Mal pro Tag geortet werden.

Der Bartgeier ist ein Aasfresser, der am liebsten Knochen von verendeten Tieren frisst. Ursprünglich in Europa weit verbreitet, wurde der majestätische Vogel Anfang des 20. Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet. Seit 1987 läuft ein internationales Wiederansiedlungs-Projekt.

sda