GOLDAU: Probleme im Wolfsgehege

Der Tierpark Goldau hat am 8. Juli den Versuch unternommen, die vier Jungwölfe in das bestehende Rudel zu integrieren. Die Leitwölfin kam mit der Situation gar nicht klar.

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Raita, eines der vier neuen Wolfswelpen. (Bild pd)

Raita, eines der vier neuen Wolfswelpen. (Bild pd)

Zu Beginn sah es so aus, als ob sich die beiden Rudel gut vertragen würden. Während sich die Stammtiere anfänglich zurückhaltend zeigten, erkundeten die vier kleinen Welpen das Gelände und trafen immer wieder auf die Stammtiere, was keine Probleme verursachte.

Ein Rüde machte erste Annäherungs­versuche, indem er die Welpen zu lecken begann. Mit dieser neuen Situation und dem gezeigten Interesse kam die Leitwölfin nicht zurecht und attackierte gegen Abend die Welpen. Deshalb wurde dieser Versuch abgebrochen und die vier Jungwölfe mussten aus der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf herausgenommen werden.

Die Zeit drängt
Zurzeit befinden sich Samu, Ronja, Raita und Runa im ehemaligen Wolfsgehege der Stammtiere - es geht ihnen soweit gut. Wie es weiter gehen wird, ist gemäss der Tierparkdirektorin Anna Baumann noch offen. Man hofft, dass sich das bestehende Rudel der älteren Wölfe bald wieder beruhigt, so dass ein erneuter Integrationsversuch unternommen werden kann.

Sollte dies in den kommenden Wochen nicht der Fall sein, so wird es problematisch. Denn die Integration der Jungwölfe wird mit zunehmendem Alter schwieriger. Können die Jungwölfe nicht erfolgreich integriert werden, ist unklar, ob sie eine Zukunft im Tierpark Goldau haben werden.

ost