GOLDAU: Rigibahnen eröffnen Hochperron nach sechsjähriger Sanierung

Der Hochperron im Bahnhof Goldau wird Anfang Juli nach sechsjähriger Renovation wiedereröffnet. Die Rigibahnen wollten die national geschützte Stahlkonstruktion mit Zugansturm quer über die SBB-Geleise 2015 wieder in Betrieb nehmen. Unerwartete Mehrkosten sorgten aber für Verzögerungen.

Drucken
Teilen
Noch immer Baustelle: Die Talstation der Arth-Rigi-Bahn in Gildau mit dem historischen Hochperron. Saniert und teilweise abgetragen wird der Zugangsturm (rechts). (Bild: PD)

Noch immer Baustelle: Die Talstation der Arth-Rigi-Bahn in Gildau mit dem historischen Hochperron. Saniert und teilweise abgetragen wird der Zugangsturm (rechts). (Bild: PD)

Wie die Rigibahnen am Mittwoch mitteilten, wird das denkmalgeschützte Gebäude Anfang Juli eingeweiht. Am 1. und 2. Juli findet im Bahnhof ein zweitägiges Fest für die Bevölkerung statt.

Der Hochperron stammt aus dem Jahr 1897 und dient als Ausgangsbahnhof der Bergstrecke auf die Rigi. 2006 wurde er unter Schutz gestellt. Er gilt als Industrie-Denkmal von nationaler Bedeutung. Das Eisenbauwerk stammt aus der Zeit, in der auch der Eiffelturm in Paris errichtet worden war.

2010 starteten die Rigibahnen mit dem Um- und Ausbau des Hochperrons sowie des Zugangsturms für über 16 Millionen Franken. Im Dezember 2014 wurden die Arbeiten nach Kostenerhöhungen von rund 2,6 Millionen Franken vorübergehend gestoppt.

Zu den Verzögerungen führten unter anderem Altlastenbereinigungen, Nahtstellen zum Hochperron und des SBB-Bahnhofes und enge Platzverhältnisse. Nach einjähriger Pause und Sicherung der Finanzierung wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Für die Dauer des Umbaus in Arth-Goldau nahmen die Rigibahnen eine provisorische Station beim Pfarreizentrum Eichmatt in Betrieb. (sda)