GOLDAU: Sonne lockt Schildkröten aus der Winterstarre

Im Natur- und Tierpark Goldau sind die Sumpfschildkröten am letzten Wochenende und somit ein bis zwei Monate früher als üblich aus der Winterstarre erwacht. Grund dafür sind die ungewöhnlich warmen Mittagstemperaturen.

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Die europäischen Sumpfschildkröten beim ersten Sonnenbad im Tierpark Goldau. (Bild: PD)

Die europäischen Sumpfschildkröten beim ersten Sonnenbad im Tierpark Goldau. (Bild: PD)

Die Europäische Sumpfschildkröten verbringen den Winter auf dem Boden des Teichs im Tierpark. Sie verfallen dabei in eine Starre. Ihr Körper ist dann, wie das Wasser, nur noch rund vier Grad warm.

Die Schildkröten können in diesem Zustand ihren Stoffwechsel soweit drosseln, dass der Sauerstoffbedarf auf ein Minimum sinkt, und sie müssen nicht mehr zum Atmen an die Oberfläche schwimmen.

Die Winterstarre der einzigen einheimischen Schildkrötenart dauere normalerweise bis März oder April, schreibt der Tierpark. Sie werde durch die zunehmende Sonneneinstrahlung und das erwärmte Wasser beendet.

Obwohl die Nachttemperaturen noch unter dem Gefrierpunkt lägen, reichten die ungewöhnlich warmen Temperaturen am Mittag aus, um die Schildkröten zu einem Sonnenbad zu locken, schreibt der Tierpark.

In der Nacht oder wenn es wieder kalt wird, kehren die Schildkröten wieder auf den Grund des Teiches zurück.

sda/rem