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GOLDAU: SRG Zentralschweiz will sich erneuern

Die SRG Zentralschweiz leitet Reformen ein. Und ein Luzerner wird neuer SRG-Präsident, zumindest vorübergehend.

cj/red. Die sechs Zentralschweizer Sektionen der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) sollen stärker zusammenarbeiten. Ausserdem stehen strukturelle Reformen an. Dies haben die Delegierten der SRG Zentralschweiz an ihrer Versammlung entschieden. Sie haben zu diesem Zweck am Samstag in Goldau einen sogenannten «letter of intent» – auf Deutsch: Absichtserklärung – verabschiedet. Das Grundlagenpapier wurde einstimmig gutgeheissen und soll die Erneuerung vorantreiben.

4000 Mitglieder

Heute präsentiert sich die Situation wie folgt: In der Zentralschweiz bilden sechs Kantonalsektionen der SRG die Basis der Trägerschaft, mit mehr als 4000 Mitgliedern, einer eigenständigen Geschäftsstelle, mit Programmkommission und einer Kommission für Öffentlichkeitsarbeit. Diese Struktur soll der stark gewandelten Medienlandschaft angepasst werden.

Jede Sektion bleibt autonom

Im Kern geht es um eine Umstrukturierung. Dabei planen die sechs kantonalen Sektionen eine verstärkte Zusammenarbeit in der Administration und der Programmarbeit, den Ausbau der Mitgliederwerbung, ein verstärktes Marketing und Lobbyarbeit für die Inhalte und Aufgaben der Trägerschaft. Präsident Niklaus Zeier, gleichzeitig Kommunikationschef der Stadt Luzern, betonte an der Versammlung, dass die SRG Zentralschweiz damit näher ans Publikum heranrücken und sich auch vermehrt mit kritischen Stimmen auseinandersetzen wolle. Klar wird betont, dass die Sektionen eigenständig bleiben, aber auch fusionieren können. Fusionen jedoch würden nicht aktiv angegangen.

Die Organe der SRG Zentralschweiz bleiben die Delegiertenversammlung mit geregelten Vertretungen aus allen Kantonen, der Vorstand, ein leitender Ausschuss, die Kontrollstelle und die professionell besetzte Geschäftsstelle in Luzern.

Die sieben Mitglieder im leitenden Ausschuss erhalten fixe Ressorts zugeteilt. Neu sind dort die Bereiche Marketing, Entwicklung und Inhalte zu betreuen. Neu wird ebenfalls ein Personalpool gebildet, der aus engagierten Mitgliedern und Fachleuten aus allen Kantonen gebildet und je nach Bedarf beansprucht werden kann. Diese Vereinbarung hat zur Folge, dass an der nächsten Delegiertenversammlung neue Statuten behandelt werden müssen. Bis Ende 2016 sollen alle Neuerungen stufenweise umgesetzt und die Umstrukturierung abgeschlossen sein. Die Vereinsorgane werden gemäss den überarbeiteten Statuten dann für die Amtszeit 2017 bis 2020 erstmals neu besetzt.

Baumeler folgt auf Loretan

Gemäss der neuesten Entwicklung wird zudem ein Zentralschweizer neu als interimistischer Verwaltungsratspräsident die SRG leiten, weil der bisherige Amtsinhaber Raymond Loretan als Ständeratskandidat in Genf nominiert worden ist. Loretan hat auf die nächste Verwaltungsratssitzung vom 22. Juni seinen Rücktritt erklärt. Damit wird der bisherige Vizepräsident Viktor Baumeler aus Luzern die Leitung übernehmen.

Weiter hatte die SRG Zentralschweiz ihre Vertretung in die Gremien der nationalen SRG zu wählen. Die bisherigen Delegierten Viktor Baumeler und Roby Gamma (Küssnacht) sind zurückgetreten. Neu als Delegierte gewählt worden sind Edith Baumann Renner (Erstfeld) und Patricia Diermeier (Hünenberg).

Abstimmungsvorlage bewegt

Ergänzend zu den üblichen Sachgeschäften wurde an der Versammlung sehr deutlich spürbar, dass die laufenden Diskussionen zur Abstimmung über die Revision des Radio- und Fernsehge­setzes stark bewegen. Präsident Zeier machte sich für die Vorlage stark: «Heute zahlen viele Ehrliche für viele Schwarzseher.» Es gehe in der Vorlage lediglich um ein zeitgemässes System für den Gebühreneinzug und um nichts anderes. Auch der Schwyzer Regierungsrat Walter Stählin betonte den hohen Stellenwert der SRG und der öffentlichen Sender. «Für eine Demokratie wie die Schweiz ist es von zentraler Bedeutung, dass sie über glaubwürdige Medien verfügt, die kompetent und ausgewogen berichten, hinterfragen und Fakten auslichten.»

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