GOLDAU: Tierpark Goldau schneidet bei Zootest gut ab

Der Schweizer Tierschutz stellt in seinem Zoobericht dem Toni's Zoo in Rothenburg und dem Natur- und Tierpark Goldau generell ein gutes Zeugnis aus. Er übt aber auch Kritik.

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Laut dem Tierschutz «sehr gut gestaltet: Afrika-Anlage auf 1840 Quadratmetern mit Kattas, Rosapelikane, Störche, Perlhühner, Kronenkraniche, Straussen und Zebras. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Laut dem Tierschutz «sehr gut gestaltet: Afrika-Anlage auf 1840 Quadratmetern mit Kattas, Rosapelikane, Störche, Perlhühner, Kronenkraniche, Straussen und Zebras. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Tierschutz attestiert dem Toni's Zoo in Rothenburg Fortschritte. Das geht aus dem neusten Zoobericht des Tierschutz hervor. Dort seien praktisch alle im letzten Zoobericht kritisierten Haltungen deutlich verbessert worden. Der Tierschutz stellt fest, dass umfassende Bau- und Erneuerungsarbeiten zu grosszügigeren und tiergerechteren Gehegen geführt haben. Das Gehege für die Leoparden und Geparden, das sich derzeit im Bau befindet, lasse in Zukunft eine tiergerechte, relativnaturnahe Haltung zu, heisst es weiter. Als positive Beispiel erwähnt der Tierschutz etwa die neue Afrika-Anlage und die Gemeinschaftsvoliere mit verschiedenen Vogelarten.

Problematisch sei der teilweise enge Kontakt zwischen Besuchern und Tieren. So seien Papageien und Leoparden stellenweise nur durch ein Drahtgeflecht abgetrennt, was eine Gefahr für die Übertragung von Krankheiten von Tier auf Mensch darstelle. Kritisiert wird etwa das neue Zwergotter-Gehege («zu wenig Platz») oder das neue Gehege der Stumpfkrokodile («Bewegungsspielraum im Wasser eingeschränkt»).

Tierpark Goldau schneidet gut ab

Wie schon in den vorangegangenen Zooberichts des Tierschutz schneidet der Tierpark Goldau sehr gut ab. Hervorgehoben wird die neue Gemeinschaftsanlage zwischen Bär und Wolf oder das Wildschwein-Gehege. «Die Gehege des Tierparks Goldau sind grosszügig dimensioniert und reich strukturiert. Man ist
sichtlich bestrebt, den Wildtieren tiergerechte Anlagen zur Verfügung zu stellen», schreibt der Tierschutz.

Problematisch ist laut Tierschutz die Freilaufanlage, wo sich Hirsche und Mufflons frei bewegen. Ob ein «Streichelzoo» mit Wildtieren und das Füttern von Zootieren durch den Besucher pädagogisch sinnvoll sind, sei in Zookreisen umstritten, schreibt der Tierschutz. Aus Tierschutzsicht sind solche Anlagen eher problematisch, da eine Belästigung der Tiere durch rücksichtslose Besucher und Fehlfütterungen durch selbst mitgebrachtes Futter nicht ausgeschlossen werden können. Die Futtermenge ist im Tierpark Goldau allerdings kontingentiert.

Der Tierschutz hat insgesamt 47 Zoos und Tierparks in allen Landesteilen unter die Lupe genommen. Laut Mitteilung beurteilt der Tierschutz nicht, ob die gesetzlichen Minimalbestimmungen erfüllt sind, sondern richtet sich nach den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Tierarten. Er geht davon aus, dass alle beurteilten Einrichtungen über die notwendigen Haltungsbewilligungen verfügen und die Mindestanforderungen erfüllen.

rem

Der ganze Zoobericht