GOLDAU: Wildrinder werden in Rumänien ausgewildert

Zwei halbwüchsige Bisons aus der Zucht des Natur- und Tierparks Goldau werden am Dienstag nach Rumänien transportiert. Dort sollen die beiden Wildrinder Tjandra und Tjego eine wild lebende Herde bereichern.

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Eine Wisent-Familie. (Bild pd)

Eine Wisent-Familie. (Bild pd)

Die beiden dreijährigen Tiere werden in einem speziellen Transporter nach Rumänien gebracht - gemeinsam mit drei Tieren aus Italien und Österreich. Dies teilte der Natur- und Tierpark Goldau am Montag mit.

Die Auswilderung der Zoo-Tiere erfolge stufenweise, heisst es in der Mitteilung weiter. Erst lernen die Bisons, auch Wisente genannt, in einem Grossgehege ihr neues Lebensumfeld kennen, dann werden sie in die Wildnis entlassen.

Der Tierpark Goldau hat bereits Erfahrungen gemacht mit der Auswilderung von Wisenten. So entstanden in den vergangenen Jahren in der Slowakei und in Rumänien je eine neue Herde mit den Wildrindern. Den Bisons geht es nach harten Wintern gut, nur einer ist verstorben und ein wildlebender hat sich der Herde angeschlossen.

Das grösste landlebende Tier Europas
Rund 2500 Wisente leben heute in der freien Natur, ebensoviele in Zoos. Der Wisent ist das grösste landlebende Tier Europas und das letzte noch existierende Wildrind des Kontinents. Ein ausgewachsener Bulle kann über 3 Meter lang, bis zu 2 Meter hoch und 900 Kilogramm schwer werden.

Der vom aussterben bedrohte Wisent wird seit den 1950-er Jahren wieder ausgewildert. Erst in Polen, wo er am längsten überlebt hatte, schliesslich auch in Litauen, in der Ukraine und in anderen Ländern Ost-Europas.

sda