GOTTHARDTUNNEL: Ein Hitze-Scanner soll Inferno verhindern

Dank eines Scanners werden überhitzte Lastwagen am Gotthard jetzt sofort aus dem Verkehr gezogen. Vorerst aber nur am Südportal.

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Die Einfahrt zum Tunnel auf der Urner Seite. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Einfahrt zum Tunnel auf der Urner Seite. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein Mast mit grossem Potenzial steht seit letzter Woche 800 Meter vor dem Gotthard-Südportal, direkt neben der Autobahn. Das sogenannte Thermoportal scannt vorbeifahrende Fahrzeuge und erfasst Form und Temperatur einzelner Teile. «Sobald ein Teil des Fahrzeugs überhitzt ist, wird ein Alarm ausgelöst», sagt Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen (Astra). Ziel ist es, Brände im Tunnel zu verhindern.

«Wenn der Alarm ausgelöst wird, springt die Ampel auf Rot und die Mitarbeiter vor Ort ziehen das Fahrzeug aus dem Verkehr», sagt Rohrbach. Überwacht wird nur die rechte Fahrspur, denn das Augenmerk liegt auf den Lastwagen. «Bei Unfällen mit Lastwagen ist das Ausmass um ein Vielfaches grösser als bei Personenwagen», sagt Rohrbach.

Das Thermoportal ist vorerst ein Pilotprojekt. Die Kosten für die einjährige Testphase belaufen sich auf rund 2 Millionen Franken.

Barbara Inglin und Roger Rüegger/sab

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und den Regionalausgaben.