Grosse Solidarität nach der Brandtragödie

Der Schock nach dem Brand sitzt bei den Dorfbewohnern von Steinerberg tief. Sehr viele Leute bieten Hilfe an – von Geldspenden über Wohnungen bis Tierfutter.

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Aufräumen in der Brandruinen ein Tag nach der fatalen Katastrophe in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Aufräumen in der Brandruinen ein Tag nach der fatalen Katastrophe in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Im Restaurant Bahnhof in der Schwyzer Gemeinde Steinerberg ist praktisch jeder Tisch besetzt. Am Stammtisch versuchen bärtige Männer das Unfassbare zu begreifen. Natürlich kannten sie die Familie, so wie in der Gemeinde mit rund 860 Einwohnern praktisch jeder jeden kennt. «Es ist brutal. Der Bauer ist ein Krampfer, er hat das oberste Heimetli – und er hat es immer so gut gepflegt», beschreibt Edwin Abegg (63) mit stockender Stimme den Mann, der einen Teil seiner Familie und seinen Hof verloren hat.

Der Anblick des zerstörten Hofs schnürt dem Betrachter die Kehle zu. Der Dachstock besteht nur noch aus verkohlten Holzbalken, die allerdings neben dem Gebäude auf einem Haufen liegen. Vom Haus sind nur noch ein Gerüst aus verbrannten Balken und das Fundament aus Beton übrig. In der Brandruine räumen Feuerwehrleute und Brandermittler auf. Nur der Stall, der unweit neben dem Wohnhaus steht, blieb unversehrt. Und auch die Kühe blieben unverletzt. Für sie sorgen nun Verwandte der Familie, die noch in Spezialkliniken untergebracht ist.

Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Das Grundstück des niedergebrannten Wohnhauses in Steinerberg ist grossräumig abgesperrt. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Das Grundstück des niedergebrannten Wohnhauses in Steinerberg ist grossräumig abgesperrt. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Feuerwehrmänner inspizieren das Haus, welches in der vergangenen Nacht abgebrannt ist. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)
Ein Feuerwehrmann steht vor dem Haus und hört den Funk ab. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)
Feuerwehrmänner inspizieren das Haus, welches in der vergangenen Nacht abgebrannt ist. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)
Feuerwehrmänner inspizieren das Haus, welches in der vergangenen Nacht abgebrannt ist. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)
Feuerwehrmänner inspizieren das Haus, welches in der vergangenen Nacht abgebrannt ist. (Bild: Irene Infanger/Neue SZ)
Feuerwehrmänner inspizieren das Haus, welches in der vergangenen Nacht abgebrannt ist. (Bild: Irene Infanger/Neue SZ)
Bild: Irene Infanger/Neue SZ
Bild: Irene Infanger/Neue SZ
Bild: Irene Infanger/Neue SZ
Bild: Irene Infanger/Neue SZ
Bild: Irene Infanger/Neue SZ
Bild: Irene Infanger/Neue SZ
Die Feuerwehr kann das vollständige Niederbrennen des Wohnhauses nicht verhindern. (Bild: newspictures.ch)
Die Feuerwehr kann das vollständige Niederbrennen des Wohnhauses nicht verhindern. (Bild: Kapo Schwyz)
Beim Eintreffen der Feiuerwehr steht das Haus bereits in Vollbrand. (Bild: newspictures.ch)
Beim Eintreffen der Feiuerwehr steht das Haus bereits in Vollbrand. (Bild: newspictures.ch)
Beim Eintreffen der Feiuerwehr steht das Haus bereits in Vollbrand. (Bild: newspictures.ch)
Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. (Bild: newspictures.ch)
Die Feuerwehr kann das vollständige Niederbrennen des Wohnhauses nicht verhindern. (Bild: newspictures.ch)
Das komplett niedergebrannte Wohnhaus. (Bild: Kapo Schwyz)

Die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten, ein Tag nach dem schrecklichen Brand in Steinerberg. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Tragödie geht den Leuten nahe. Gemeindepräsident Felix Reichlin ist ebenfalls sichtlich betroffen. Er erlebe eine Welle der Solidarität. «Dauernd erhalte ich Anrufe von Leuten, die helfen wollen. Eben bot jemand eine Wohnungseinrichtung an.» Andere wollen Geld spenden, weshalb die Gemeinde ein Spendenkonto einrichtete (siehe Hinweis) und wieder andere bieten Futter für die Kühe an.

Roger Rüegger

HINWEIS
Spendenkonto bei der Schwyzer Kantonalbank 156128-1776, Vermerk: Spendenkonto «Brand Rossbüel». IBAN: CH 31 0077 7001 5612 8177 6

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