Grosser Wahltag in der Zentralschweiz

In den Kantonen Schwyz und Uri werden heute die Regierung und das Parlament neu gewählt. Aber auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen stehen wichtige Entscheidungen an. Wir halten Sie über die aktuellen Resultate auf dem Laufenden.

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Ein Plakat ruft in Merlischachen zur Stimmabgabe auf. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Ein Plakat ruft in Merlischachen zur Stimmabgabe auf. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Neben den fünf nationalen Vorlagen wird heute in den Zentralschweizer Kantonen über einige wegweisende Vorlagen abgestimmt. Auf den Online-Plattformen der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben halten wir Sie über die aktuellen Resultate am Wahlsonntag auf dem Laufenden. Hier ein erster Überblick über die wichtigsten Entscheidungen:

Luzern: Pauschalbesteuerung

Im Kanton Luzern wird über die Abschaffung der Pauschalbesteuerung abgestimmt. Die Linken wollen das Privileg für Ausländer abschaffen, die Bürgerlichen dieses als Teil der Standortqualität verteidigen.

Zudem stehen die Abstimmungen für diverse Gemeinden ganz im Zeichen einer Fusion. Emmen stimmt über die Initiative Ja zu Fusionsverhandlungen mit der Stadt Luzern ab. Beromünster und Neudorf, Ohmstal und Schötz sowie Pfeffikon und Rickenbach entscheiden über einen Zusammenschluss ihrer Einwohnergemeinden.

Zug: Noteninitiative

Die Schülerinnen und Schüler im Kanton Zug sollen ab der 1. oder 2. Klasse Noten erhalten. Dies fordern zwei Initiativen über die die Zuger Stimmberechtigten abstimmen. Die Regierung und der Kantonsrat sowie die Schulpräsidenten lehnen beide Vorlagen ab.

Weitere Abstimmungen in Zuger Gemeinden: Baar entscheidet über 44 neue Pflegebetten und die Stadt Zug stimmt über den Schulpavillon ab.

Obwalden: Bettentrakt

Um konkurrenzfähig zu bleiben, braucht das Obwaldner Kantonsspital einen neuen Bettentrakt. Heute wird an der Urne über einen Kredit von 40,4 Millionen Franken entschieden.

In vier der sieben Obwaldner Gemeinden finden zudem Neuwahlen für den Gemeinderat statt. 33 Männer und Frauen treten für einen der 26 noch zu vergebenden Sitze an. Total sind neun Ratsmitglieder zu ersetzen.

Nidwalden: Lärmschutz

Beckenried stimmt über eine Zusammenlegung der politischen Gemeinde und der Schulgemeinde ab und Buochs entscheidet über den Kredit über 3,5 Millionen für den Lärmschutz an der A2.

Schwyz: Regierungs- und Kantonsrat

In Schwyz ist heute grosser Wahltag: Die Stimmbevölkerung wählt den Regierungsrat und den Kantonsrat neu. Die fünf Bisherigen, die zu den Schwyzer Regierungsratswahlen antreten, haben gute Chancen, ihren Sitz zu verteidigen. Um die beiden frei werdenden Sitze kämpfen vier Kandidaten.

310 Kandidaten kämpfen im Kanton Schwyz um eines der 100 Kantonsratsmandate. Dabei dürfte die SVP die wählerstärkste Partei bleiben. So grosse Verschiebungen wie 2008 werden nicht erwartet.

Zudem wird im Bezirk Schwyz über die Beiträge an die Stoosbahn und die Rothenfluhbahn entschieden und auch in einigen anderen Schwyzer Gemeinden stehen kommunale Abstimmungen auf dem Programm.

Uri: Land- und Regierungsrat

Auch in Uri finden heute die Gesamterneuerungswahlen statt. Als zweitstärkste Fraktion im Urner Landrat will die SVP nun auch in der Regierung besser vertreten sein. Bei den Erneuerungswahlen strebt sie deshalb einen zweiten Sitz an. FDP, CVP und SP wollen ihre Sitze mit aller Kraft verteidigen.

Dem Landrat gehören 64 Mitglieder an. Um die 58 zu vergebenden Sitze bewerben sich 134 Personen.

sda/red