Grundeigentümer sollen Wege selber unterhalten

Wandern auf öffentlichen und privaten Wanderwegen ist beliebt. Führt ein öffentlicher Weg über ein privates Grundstück, ist im Kanton Schwyz der Grundstückeigentümer für den Unterhalt des Teilstückes verantwortlich.

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Zivilschützer unterhalten einen Weg entlang der Muota (Symbolbild Neue SZ).

Zivilschützer unterhalten einen Weg entlang der Muota (Symbolbild Neue SZ).

Herbstzeit ist Wanderzeit. Aber das trifft für die Schwyzer Wanderwege längst nicht mehr zu. Die Nutzung des 1700 Kilometer langen Wanderwegnetzes hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und ist längst nicht mehr nur auf den Herbst beschränkt. Das hat den Schwyzer SVP-Kantonsrat Roland Gwerder auf den Plan gerufen. Er reichte im März 2010 eine Motion ein. Er forderte die Regierung auf, Grundeigentümer von ihren Wegunterhaltspflichten zu befreien. Der Kantonsrat wandelte die Motion in ein Postulat um und erklärte sie für erheblich.

Nun vertritt der Regierungsrat in seiner am Montag veröffentlichten Antwort aber die Ansicht, es sei nach wie vor zumutbar, dass Private die entsprechenden Wegabschnitte zu eigenen Lasten unterhalten sollen. Der Regierungsrat stützt sich dabei auf die Verordnung über die öffentlichen Wege mit privater Unterhaltspflicht, bekannt unter dem Namen «Wegrodelverordnung».

Es gibt Ausnahmen

Zudem bestehe - gestützt auf die kantonale Fuss- und Wanderwegverordnung - für Kanton und Gemeinden bereits heute die Möglichkeit, bei Wegen, die regelmässig ausserordentlichen, unzumutbaren Unterhalt verursachen, die Unterhaltskosten ganz oder teilweise übernehmen, heisst es.

Die Übernahme der heutigen privaten Unterhaltspflichten würde den Kanton jährlich 50'000 Franken, die Gemeinden 165'000 Franken kosten. Dies sei «nicht zu verantworten», schreibt die Regierung.

In der Antwort hebt der Regierungsrat aber auch hervor, dass betroffene Grundeigentümer sich von Haftungsrisiken befreien können, indem sie sich eine so genannte Schadloshaltungserklärung ausstellen lassen.

sda/rem