GRUNDVERSORGUNG: «Post wird diese Übung abbrechen müssen»

Der eidgenössische Post-Regulator sieht die Grundversorgung in Gefahr, wenn Private die Post erst bis 14 Uhr erhalten. Erstaunt ist er auch über Informationspolitik.

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Briefe sollen vermehrt maschinell verarbeitet werden. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Briefe sollen vermehrt maschinell verarbeitet werden. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Dem eidgenössischen Postregulator Marc Furrrer stösst es sauer auf, dass Firmen die Post vor den Privaten erhalten sollen. Er sieht die Grundversorgung in Gefahr, wenn Private die Post erst um 14 Uhr erhalten.

Ab September will die Post unter anderem an neun Standorten in der Zentralschweiz neue Zustellformen testen. «Die Post wird diese Übung abbrechen müssen», sagte Marc Furrer, Leiter der Postregulationsbehörde im «Blick». Eine Sparübung gehe nicht, zumal die Post im vergangenen Jahr 728 Millionen Franken Gewinn schrieb.

Mangelnde Information
Furrer wirft der Post auch mangelnde Information über die Versuche vor. Unisono zeigten sich die Gemeindepräsidenten von Kriens, Hergiswil und Kerns in der Neuen Luzerner Zeitung über den Testbetrieb erstaunt, da sie davon nichts wussten.

Gewerkschaften befürchten, es könnten tausende Stellen wegfallen, wenn automatische Sortiermaschinen flächendeckend eingeführt werden.

rem