Kommentar

Gut, rüstet sich Zug gegen Cybercrime

Der Kanton Zug rüstet gegen Cyberkriminalität auf. Doch ein Gesetz ist das eine. Ein stetes Hinschauen bleibt unerlässlich.

Harry Ziegler
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Harry Ziegler

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Die Schweiz hat sich kürzlich die weltweit wohl modernsten Rahmenbedingungen für die Blockchain-Technologie gegeben. Das waren gute Nachrichten für die rund 450 Firmen im Zuger Crypto-Valley. Weniger angenehme Nachrichten fürs Crypto-Valley hat die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma). Sie warnt in hohem Masse, nicht ausschliesslich, aber vermehrt vor Problemfirmen im Bereich der Kryptowährungen. Auch im Kanton Zug.

Proportional gäbe es im Kanton Zug wohl kaum mehr schwarze Schafe als an anderen Wirtschaftsstandorten, sagt Finanzdirektor Heinz Tännler. Das ist wohl so, aber dennoch beunruhigend. Nicht, was die einzelnen schwarzen Schafe an sich angeht, sondern deren Aussenwirkung. Wobei es nicht einmal primär um den wirtschaftlichen Schaden, sondern um die negativen Spuren geht, die einige wenige Firmen am Image des Kantons hinterlassen können.

Sicher, es gibt nicht nur unter den Blockchain- oder Kryptofirmen schwarze Schafe. Es ist nur so, dass es bei dieser neuen Technologie sehr schnell um sehr viel – nicht nur virtuelles – Geld gehen kann. Deshalb ist ein fortschrittliches Gesetz das eine. Das andere ist stetes Hinschauen. Insofern ist es richtig, rüstet der Kanton Zug die verantwortlichen Behörden im Kampf gegen Cyberkriminalität auf. Denn nichts ist teurer wiederherzustellen, als ein einmal ruinierter Ruf.

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