Gute Noten für Zeitstrafe-Idee

Nach bösen Zwischenfällen mit Hobbyfussballern fordern Schiedsrichter ein Strafbankmodell. Klar ist: Das funktioniert bei den Junioren bereits. Und es gibt weitere Alternativen.

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In den Zentralschweizer Ligen wird in aller Regel solid und erfolgreich Fussball gespielt. Themenbild. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

In den Zentralschweizer Ligen wird in aller Regel solid und erfolgreich Fussball gespielt. Themenbild. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Prügeleien, Unflätigkeiten und Spielabbrüche auf dem Fussballplatz – die jüngste Häufung von Zwischenfällen in den Hobbyligen des Innerschweizer Fussballverbandes (IFV) sorgen für Diskussionsstoff. Im Besonderen der Vorschlag des Schiedsrichterverbandspräsidenten Werner Hardegger, Zeitstrafen analog dem Eishockey oder Handball einzuführen. Das ist bei den IFV-Funktionären zwar umstritten, wird bei Junioren und in Frauenligen aber längst praktiziert. Und zwar erfolgreich, wie Beat Dittli, Präsident der IFV-Schiedsrichterkommission, auf Anfrage erklärt.

Anders macht es der FC Baar: Er schickt einen grossen Teil seiner Junioren und Aktiven aus allen Teams zwecks Sensibilisierung in Schiedsrichterkurse. Das scheint ein guter Ansatz zu sein, denn: «Es ist erstaunlich, wie viele das Regelwerk nicht richtig kennen», sagt Dittli.

Roger Rüegger