Guter Journalismus hat einen Wert

Auf unserem Onlineportal luzernerzeitung.ch werden kostenpflichtige Inhalte neu transparenter mit dem Stichwort «abo+» gekennzeichnet. Lesen Sie hier, warum wir das tun.

Jérôme Martinu, Chefredaktor
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Die Coronakrise lehrt uns: Gerade in Zeiten der Unsicherheit hat Journalismus auch für den Einzelnen einen hohen Nutzen, einen hohen Wert. Nicht jeder Text ist für jeden gleich wertvoll. Aber in der Summe hat Journalismus in dieser Krise nicht nur mehr Leserinnen und Leser interessiert als in den Monaten und Jahren zuvor; es waren auch mehr Leserinnen und Leser bereit, für Journalismus zu zahlen.

Jérôme Martinu, Chefredaktor «Luzerner Zeitung» und Regionalausgaben.

Jérôme Martinu, Chefredaktor «Luzerner Zeitung» und Regionalausgaben. 

Bild LZ

Was einen Wert hat, darf auch etwas kosten. Denn es muss finanziert werden. Die Inhalte auf unserer Online-Plattform luzernerzeitung.ch und der mobilen App waren schon zuvor nicht gratis. Nach drei Klicks musste man sich registrieren, nach dem sechsten Klick innerhalb eines Monats ein Abo lösen. Der Knackpunkt dabei war, dass die Leserinnen und Leser nicht erkennen konnten, weshalb jetzt gerade bei diesem oder jenem Text die Bezahlschranke fällt.

Ab dem heutigen Tag ist das anders: Texte, Videos und Grafiken, die nur Registrierten und Abonnenten zugänglich sind, sind neu klar mit einem «abo+» gekennzeichnet. Wir glauben, dass das auch die Inhalte sind, für die es sich besonders lohnt, ein Abonnement zu lösen. Das so genannte Freemium-Konzept erlaubt es uns, besser zu verstehen, was Leserinnen und Leser wirklich interessiert. Es hilft uns also, noch besser auf die inhaltlichen Bedürfnisse des Publikums eingehen zu können.

Bisherige Abonnentinnen und Abonnenten müssen nichts unternehmen – wie schon bisher sind für sie alle Texte kostenlos. Neue Leserinnen und Leser werden zunächst zu einer Registrierung aufgefordert, später erhalten sie ein Abonnement angeboten. Hier geht's zum Abo-Shop und weiteren Informationen. 

Wir hoffen, möglichst viele von unserem Freemium-Bezahlsystem zu überzeugen. Denn wenn uns die Coronakrise schon wieder einmal gezeigt hat, wie wichtig Journalismus für unser Zusammenleben, für einen demokratische Gesellschaft ist und wie stark auch ein Einzelner von unseren Angeboten profitieren kann, so sind wir als Medienmacher darauf angewiesen, dies auch finanzieren zu können.

Guter Journalismus hat einen Wert. Für uns als Gesellschaft und für jede Leserin und jeden Leser. Ab heute ist dieser Wert noch transparenter erkennbar. Und stösst – hoffentlich – auf noch mehr Interesse.

Denn die Leserin und der Leser sind Sie. Und ohne unsere Leser ist Journalismus nichts.