HANGRUTSCH: Lauerz: Zwei Strommasten rutschen weg

Die seit Mitte April festgestellte Hangrutschung oberhalb von Lauerz mit einer Fläche von rund acht Hektaren bewegt sich gleichmässig mit knapp 1 Zentimeter pro Tag. Sie hat sich trotz den Regenfällen nicht beschleunigt. Es besteht nach wie vor keine direkte Gefährdung von Leib und Leben.

Pd/Nop
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Blick auf das Gebiet des Hangrutsches. (Bild: Archiv Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Schwyz)

Blick auf das Gebiet des Hangrutsches. (Bild: Archiv Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Schwyz)

Geologischen Abklärungen zufolge geht von der Rutschung wegen der eher langsamen, kontinuierlichen Bewegungen keine direkte Gefährdung von Leib und Leben aus. Die Rutschbewegungen haben trotz der Niederschläge der letzten Tage auch nicht merklich zugenommen, teilt der Kanton am Mittwoch mit. Es bleibt nun abzuwarten, ob eine Beschleunigung des Hangabgangs erst mit zeitlicher Verzögerung eintritt, wie dies bei grösseren Rutschungen immer wieder zu beobachten sei. Bei einer allfälligen Beschleunigung könnte – vorwiegend im frontalen Bereich – die Gefahr von Sekundärrutschungen entstehen. Davon betroffen wäre der direkt darunter gelegene Bauernhof in der Oberrüti. Vorsorgliche Massnahmen werden durch den Gemeindeführungsstab abgeklärt und mit dem Eigentümer abgesprochen.

Gefährdete Starkstrommasten

Die beiden im Rutschgebiet stehenden Masten der transnationalen Hochspannungsleitungen von Swissgrid bewegen sich kontinuierlich mit der Rutschung. Die Verschiebungen sind für die sensiblen und risikobehafteten Starkstromleitungen und -masten erheblich. Die beiden Masten müssen daher abgebaut werden. Im Sinne einer provisorischen Sofortmassnahme werden zur Überbrückung des Gebietes entweder zwei Notmasten gesetzt oder die davor und danach anschliessenden Masten erhöht. Die für das Stromleitungsnetz zuständige Swissgrid klärt die Varianten ab und ist im Gespräch mit den betroffenen Grundeigentümern.

Verschiedene Massnahmen getroffen

Die Wasserversorgung der Gemeinde Meggen, deren Fassungsleitungen von der Rutschung teilweise tangiert werden, hat eine Verbindungsleitung zwischen Quelle und Reservoir vorderhand ausser Betrieb genommen. Eine zweite, den Hang querende Leitung musste repariert werden, bleibt aber in Betrieb. Die Anlagen der Wasserversorgung Meggen werden laufend kontrolliert, so dass bei sich anbahnender Beschädigung sofort reagiert werden könnte. Die Langerlistrasse ist ebenfalls provisorisch repariert worden, um sie weiterhin befahrbar zu halten. Der Gemeindeführungsstab hat zur Verbesserung der Hangstabilität ausserdem die sofortige Umleitung zweier durch das Rutschgebiet fliessender Bächlein angeordnet. Die Ausführung erfolgt in den nächsten Tagen. Die Gemeinde und das Amt für Wald und Naturgefahren überwachen die Entwicklung im Rutschgebiet und sind in regelmässigem Kontakt mit den Anwohnern, der Wasserversorgung Meggen und den Stromnetzbetreibern.