HAUS FRANZISKUS: 650 Personen waren neugierig auf das Heim

Die Acherhof Stiftung zeigte der Bevölkerung am Samstag das neue Haus Franziskus. Der Pavillon stiess auf äusserst positiven Anklang.

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Die Leiterin des Hauses Franziskus, Brigitte Spescha, im Innenhof des Baus. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Die Leiterin des Hauses Franziskus, Brigitte Spescha, im Innenhof des Baus. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

«Am besten gefällt mir die Atmosphäre des Hauses. Auch die Grosszügigkeit der Räume», gibt Roman Spirig, ehemaliger Heimleiter, Auskunft. Obwohl noch unbewohnt, besitzt der Neubau tatsächlich Atmosphäre. Lichtdurchflutete Räume, harmonische Farben und Formen und ansprechende Kunstgegenstände tragen dazu bei.

Farben sorgen für die Orientierung im Haus
Architekt Enzo Bernasconi ist insbesondere mit dem Innenhof zufrieden. Das gegebene Thema «Ins Licht, ums Licht» komme hier speziell zur Geltung. Der Innenhof bietet den Pensionären unter anderem die Möglichkeit, das Wetter zu spüren und sich zeitlich zu orientieren.

Wie Roman Spirig erklärt, orientieren sich an Demenz Erkrankte vermehrt mit den Sinnen. So sind auch die Kunstgegenstände und die Baumaterialien zum Anfassen. Für die örtliche Orientierung ist viel Farbe eingesetzt worden. Ruhige Farbtöne in den Schlafzimmern, fröhliche Farben in den Aufenthaltsräumen.

Möglichst viel Sicherheit und Bewegungsfreiheit
Das einstöckige Haus ist mit dem Betagten- und Pflegezentrum Acherhof, das Hauptgebäude, durch eine verglaste Passage verbunden. Haus Franziskus bietet zwölf Plätze für noch gehfähige Menschen mit Demenzerkrankungen an. Der teilgedeckte Innenhof ist das Herz des Hauses. Wie in den Korridoren und im Park sind auch hier «Endlos-Schlaufen» eingebaut. Dies, um dem Bewegungsdrang der an Demenz erkrankten Bewohnern gerecht zu werden.

Den Pensionären wird möglichst viel Bewegungs- und Handlungsfreiheit gegeben. Die Sicherheitsvorkehrungen spielen jedoch eine eminente Rolle. Ohne Code komme man hier nirgends raus, ist während der kommentierten Führung zu erfahren. Auch kann eine Klingelmatte vor dem Bett aktiviert werden, sollte Gefahr bestehen, dass der Pensionär in der Nacht herumläuft. In der Küche lassen sich teils Schubladen und Schränke nur mit Hilfe eines Magneten öffnen. Die Licht- und Storenschalter müssen mit zwei Fingern betätigt werden, wozu Demenzkranke oft nicht mehr die koordinative Fähigkeit haben. Um die Sturzgefahr zu verringern, gibt es nirgends Schwellen.

Das Projekt hat 4,1 Millionen gekostet. Davon wurden rund 300'000 Franken in die Gesamtunterkellerung investiert. Bis jetzt sind 1,2 Millionen Franken Spenden aus der ganzen Schweiz und auch aus dem Ausland eingetroffen. Am 24. August wird das Haus Franziskus offiziell eingeweiht und bereits am 8. August ziehen die ersten Pensionäre ein. Es sind noch zwei Plätze frei.

Isabelle Weber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Schwyzer Zeitung.