Heimkinder: Politik verlangt Aufklärung

Der Kanton Luzern hat seine Heimkinder-Geschichte aufgearbeitet. Das solle auch im Kanton Schwyz geschehen, fordert die CVP. Die erforderlichen Unterlagen sind aber im Kanton verstreut.

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«Der Kanton Schwyz führt keine eigene Instituation wie Luzern», so Andreas Meyerhans, Politiker und Historiker. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

«Der Kanton Schwyz führt keine eigene Instituation wie Luzern», so Andreas Meyerhans, Politiker und Historiker. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Der Kanton Schwyz soll die Geschichte der Heim- und Verdingkinder aufarbeiten. Das verlangt ein Vorstoss der CVP-Kantonsratsfraktion, der nächste Woche eingereicht werden soll. Dass sich im Kanton Schwyz nun die Politik für die Aufarbeitung der Geschichte interessiert, hat mehrere Gründe. Zum einen macht der Kanton Luzern gegenwärtig vor, wie man ein solches Thema aufarbeiten kann. Zum anderen wurde das Interesse der Politik geweckt, als ein Leserbrief einer Angehörigen eines ehemaligen Steiner Heimkindes in der «Neuen Schwyzer Zeitung» erschien. Im Brief wurde gefordert, dass nun endlich auch der Kanton Schwyz die Geschichte schonungslos aufarbeiten müsse.

In der Zentralschweiz sehen in Sachen Aufarbeitung gegenwärtig lediglich noch die Kantone Uri und Nidwalden Handlungsbedarf. Die CVP-Kantonsratsfraktion möchte nun mit einem Postulat die Aufarbeitung anstossen. «Wir sind uns bewusst, dass das Thema umfangreiche Abklärungen bedingt», sagt Andreas Meyerhans, Präsident der kantonalen CVP und Wollerauer Kantonsrat. «Vor allem, weil der Kanton Schwyz keine eigene Institution führte, wie beispielsweise Luzern», so Meyerhans, der ausgebildeter Historiker ist.

Harry Ziegler

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