Heimübergriffe: Profis klären ab

Das Kloster Ingenbohl will allfällige Übergriffe in Kinderheimen untersuchen lassen. Dazu hat es eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt. Diese hat sich am Mittwoch konstituiert und ihre Arbeit aufgenommen.

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Dies schreiben die Ingenbohler Schwestern in einer Mitteilung. Einzelnen Schwestern wird von ehemaligen Heimkindern vorgeworfen, sie hätten ihnen anvertraute Kinder misshandelt.

Die Expertengruppe wird von Fürsprecher und Mediator Magnus Küng, Wettingen, präsidiert. Mitglieder sind Rechtsanwalt Hardy Notter, St. Gallen, Psychologin Beatrix Staub, Freiburg, Pädagoge Anton Strittmatter, Biel, und der Kommunikationsberater Simon Rickenbacher, Schwyz. Betroffene haben die Möglichkeit, sich an eine externe Anlaufstelle zu wenden. «Wir haben diese eingerichtet, weil sich nicht jeder ans Kloster wenden möchte», so Provinzrätin Schwester Reto Lechmann.

Die externe Anlaufstelle für Betroffene ist mittwochs und freitags von 8.30 bis 11 Uhr erreichbar (Telefon 056 491 32 57). Die Leiterin Sybille Bader Biland, Sozialarbeiterin FH, untersteht der Schweigepflicht.

Harry Ziegler/Neue SZ