Heli-Pilot flog trotz Warnlampen weiter

Im Oktober 2007 stürzte ein Helikopter bei Illgau im Kanton Schwyz ab. Der Pilot wurde leicht verletzt. Nun ist die Unfallursache geklärt.

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Trotz Warnlampen flog der Pilot weiter, bis der Helikopter am 2. Oktober 2007 abstürzte. (Bild: Kantonspolizei Schwyz)

Trotz Warnlampen flog der Pilot weiter, bis der Helikopter am 2. Oktober 2007 abstürzte. (Bild: Kantonspolizei Schwyz)

Ereignet hat sich der Unfall am 2. Oktober 2007 im Gebiet Ibergeregg / Chaltenbrunnen in Illgau. Der Helikopter des Typs K-Max eines privaten Unternehmens flog Holzeinsätze, als das Triebwerk plötzlich aussetzte. Der Pilot warf die Baumstämme ab und setzte aus 60 Metern Höhe zur Notlandung an. Bei dieser wurde der Pilot leicht verletzt. Der Helikopter wurde zerstört.

Warnlampen ignoriert

Nun hat die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle Sust ihren Schlussbericht publiziert. Dieser zeigt, dass der Unfall auf das Versagen des Triebwerks zurückzuführen ist. «Schon beiim Start hörte ich ein ungewöhnliches Geräusch», gab der Pilot zu Protokoll. Der Bericht zeigt auf, dass mehr als vier Monate vor dem Unfall immer wieder eine Warnlampe im Cockpit aufleuchtete. Diese Warnungen schlug der Pilot in den Wind und räumte der Auftragserfüllung oberste Priorität ein, hält der Bericht fest. «Der wiederholt auftretende Ölverlust, das abnormale Geräusch beim Anlassen des Triebwerks und das wiederhole Aufleuchten der Warnlampe waren Indikatoren für ein mechanisches Problem», hält der Bericht fest. Dies sei umso unverständlicher, weil der Helikopter für Holzflüge am Absturztag zu tief geflogen sei und eine kontrollierte Notlandung deshalb nicht mehr möglich war.

rem