Historische Brücke braucht Notsteg

Sie ist die älteste Stahlkonstruktionsbrücke der Schweiz. Die kleine Schwester des Eiffelturms sozusagen. Aber das Bauwerk auf der Rigi ist in Gefahr.

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Der Holzsteg beim Viadukt Unterstetten. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Der Holzsteg beim Viadukt Unterstetten. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Der Lack blättert, die Eisenkonstruktion rostet, und die Widerlager der Brücke bröckeln massiv. Der Zustand des 137 Jahre alten Rigi-Viadukts Unterstetten hat sich in den letzten Monaten zusehends verschlechtert. Die Rigi Scheidegg AG, Besitzerin der Brücke, musste die Brücke bereits 2008 für den Verkehr sperren. Jetzt hat man auch für Wanderer Massnahmen ergriffen. Oberhalb des Widerlagers Nord wurde ein 8 Meter langer Sicherheitssteg gebaut.

«Dieses Widerlager ist stark beschädigt, der Zustand hat sich weiter verschlechtert. Ursache ist Wasser, das in den letzten Jahrzehnten in dieses Brückenlager eingelaufen war», sagt Karl Küttel, Verwaltungsratspräsident der AG. In letzter Zeit sind wieder Steine dieses Widerlagers ausgebrochen, die Stabilität des Viadukts war dadurch in Frage gestellt.

Der Viadukt Unterstetten ist die älteste Stahlkonstruktions-Brücke der Schweiz. Vorne die Notstütze und Mauerteile, die ausgebrochen sind. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Der Viadukt Unterstetten ist die älteste Stahlkonstruktions-Brücke der Schweiz. Vorne die Notstütze und Mauerteile, die ausgebrochen sind. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)



«Wir hatten bereits zu Beginn dieses Prozesses die Gefahr erkannt, reagiert und eine Notstütze unter die Brücke gestellt. Diese kann 30 Tonnen Last abstützen», sagt Küttel. Doch die Zeit drängt. In den nächsten vier bis fünf Jahren soll eine Lösung gefunden und der weitere Zerfall gestoppt werden.

Erhard Gick






Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.