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HITZESOMMER: Jetzt ist der Sommer endgültig vorbei

Seit gestern ist offiziell Herbst. Zeit, um die Sommermonate zu bilanzieren – und gleich mehrere Rekorde festzuhalten.
Viele Hitzegeplagte suchten diesen Sommer im Wasser eine Abkühlung, wie hier Finley in der Tribschenbadi in Luzern. (Bild Philipp Schmidli)

Viele Hitzegeplagte suchten diesen Sommer im Wasser eine Abkühlung, wie hier Finley in der Tribschenbadi in Luzern. (Bild Philipp Schmidli)

Yasmin Kunz

Die einen haben ihn herbeigesehnt, andere wünschten, er hätte seine Ankunft noch hinausgezögert: Seit gestern ist offiziell meteorologischer Herbst. Gemäss Ludwig Zgraggen von Meteo Schweiz erfolgt jetzt ein Wetterumschwung. «Die Temperaturen werden tagsüber wohl kaum mehr 20 Grad erreichen.» Wen es bei diesem Prognosen fröstelt, kann noch in den Erinnerungen des «Supersommers» schwelgen.

Dieser verabschiedete sich mit einem fulminanten Schluss: vielerorts nochmals Temperaturen über 30 Grad und strahlender Sonnenschein. Der Sommer zeigte sich hierzulande durchgehend von der besten Seite. Ganz im Gegensatz zum Vorjahr, wo die Temperaturen insbesondere in den Monaten Juli und August unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 18 Grad lagen. Sogar das als Sonnenstube bekannte Tessin erlebte 2014 den kühlsten Sommer seit über 25 Jahren.

Juli: 3,5 Grad über dem Schnitt

Von Kälte und Nässe kann heuer nicht die Rede sein. Der diesjährige Sommer kratzte gar an den Rekordwerten des Hitzesommers 2003. Gemäss Meteo Schweiz geht er als zweitwärmster in die 152-jährige Messgeschichte ein.

Normalerweise, das heisst im langjährigen Durchschnitt von 1981 bis 2010, liegt die Temperatur in den Sommermonaten Juni, Juli und August bei rund 18,1 Grad. Heuer waren es 20,4 Grad, also 2,3 Grad mehr. Im Juli lag die landesweite Durchschnittstemperatur mit 19,9 Grad sogar 3,5 Grad über dem normalen Wert.

Was schweizweit zu beobachten war, galt auch für den Kanton Luzern: Bei der Messstation auf der Allmend wurde am 7. Juli mit 34,8 Grad der heisseste Tag gemessen. Kantonsweit verzeichnete Mosen/Aesch Anfang August mit 35,4 Grad den Höchstwert. Zgraggen sagt: «Im Norden des Kantons dürfte es noch heisser gewesen sein, denn im benachbarten Kanton Aargau wurden 37 Grad gemessen.»

Wie im Hitzesommer 2003 kletterte das Thermometer in Luzern auch dieses Jahr an 26 Tagen auf über 30 Grad, und 4 Nächte mussten die Luzernerinnen und Luzerner bei tropischen 20 Grad oder mehr versuchen, Schlaf zu finden.

Auch in den Bergen deutlich heisser

Wer vor der Hitze im Flachland flüchten wollte, musste bald merken, dass heuer auch in den Bergen die erhoffte Abkühlung meist ausblieb. Die Messstation beim Pilatus auf 2119 Meter über Meer knackte gleich mehrere Male die 20-Grad-Marke. Am 7. Juli erreichte sie mit 23,4 Grad den Höchstwert. In Engelberg (1036 m ü. M.) wurde gar eine Höchsttemperatur von 33,1 Grad gemessen. Normalerweise liegen die Durchschnittstemperaturen in Engelberg im Juli bei 15,1 Grad. Heuer pendelten sie sich bei 18,7 Grad ein. Damit nicht genug: Auch im Hinblick auf die Sonnenstunden kam man in den Bergen nicht zu kurz. In der Regel verzeichnet der Monat Juli in Engelberg 165 Sonnenstunden. Dieses Jahr waren es im selben Zeitraum 204.

Auch im Flachland zählte Meteo Schweiz mehr Sonnenstunden als sonst. 708 Stunden schien die Sonne zwischen Juni und August in Luzern. Das sind satte 149 Stunden mehr als im langjährigen Durchschnitt. Einzig im Sommer 2003 zählte der Messstandort Luzern mit 804 Sonnenstunden noch mehr.

Niederschlagsmenge halbiert

Auch punkto Regen ist der diesjährige Sommer ein Ausreisser: Es gab kaum einen Abend, an dem ein Gartenfest oder der Badeplausch wegen Regens abgeblasen werden musste. Einzig der Abend des 1. August war in den meisten Gebieten kühl und nass. Die sommerlichen Niederschlagsmengen variierten regional. In Luzern sind heuer 355,7 Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen. Im Normalfall verzeichnet Meteo Schweiz in Luzern eine Niederschlagsmenge von 451 Millimeter. In Egolzwil war die Trockenheit noch massiver. Während üblich etwa 350 Millimeter pro Quadratmeter Niederschlag fällt, hat man dieses Jahr mit zirka 177 Millimeter nur die Hälfte an Niederschlag gemessen.

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