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Hitzewelle: Schwülheisses Wetter dauert noch Tage an

MeteoSchweiz registrierte den sechst wärmsten Julimonat seit Messbeginn 1864. Und ein Ende der Hitze ist nicht in Sicht: Ein Hochdruckgebiet bestimmt das Wetter im Alpenraum und bringt anhaltend hohe Temperaturen.
David von Moos
Junge Männer springen bei Beckenried im Kanton Nidwalden in den Vierwaldstättersee. Die Wettervorhersage verspricht heisses Sommerwetter während den nächsten Tagen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Beckenried, 30. Juli 2018))

Junge Männer springen bei Beckenried im Kanton Nidwalden in den Vierwaldstättersee. Die Wettervorhersage verspricht heisses Sommerwetter während den nächsten Tagen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Beckenried, 30. Juli 2018))

Der diesjährige Sommer geht in die nächste Runde: Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz gibt eine Hitzewarnung der zweithöchsten Stufe 3 aus. «Die markante Hitzewelle wird mindestens bis Sonntag andauern», sagt Meteorologin Sabrina Lang auf Anfrage. Man habe die Hitzewarnung am Dienstagmorgen deshalb bis Sonntag verlängert. «Am Montag sieht es dann nach einer leichten ‹Abkühlung› aus. Es dürfte zwar immer noch Spitzenwerte um die 30 Grad geben, tendenziell aber gehen die Temperaturen zurück. Die nächsten Tage aber werden uns nochmals in Schwitzen bringen.»

Für gewisse Bevölkerungsgruppen könnten die hohen Temperaturen ein Gesundheitsrisiko darstellen, warnt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Auf seiner Website gibt das BAG Tipps zum Umgang mit der Hitze.

3,5 Grad zu warm in Luzern

Nach dem April, Mai und Juni war gemäss den Meteorologen auch der Juli zu warm und viel zu trocken. Wie stehen die Chancen auf den wärmsten August seit Messbeginn? «Das ist schwer zu sagen», so Sabrina Lang von MeteoSchweiz. «Wir fangen sicher überdurchschnittlich warm an, aber grundsätzlich kann sich das schnell wieder ändern. Es muss nur ein paar Tage kühler sein und dann liegt die Durchschnittstemperatur schon wieder im Mittel.»

Für Luzern sind im August gemäss aktueller Referenzperiode 1981 bis 2010 Tageshöchstwerte von durchschnittlich 23,8 Grad zu erwarten (im Juli 24,7 Grad). Der Mittelwert setzt sich aus den Tageshöchstwerten des ganzen Monats zusammen, also sowohl aus den Hitzetagen über 30 Grad als auch aus den kühleren Tagen mit rund 20 Grad. Zum Vergleich: Im Juli 2018 wurden in Luzern bis gestern Montag durchschnittliche Tageshöchstwerte von 27,4 Grad gemessen, also rund 3,5 Grad mehr als normal.

Stabile Wetterlage

Die anhaltend sonnige und trockene Witterung ist laut Meteorologin Lang auf die aktuelle Grosswetterlage zurückzuführen: «Grundsätzlich kann man sagen, dass das Wetter bei uns jetzt schon länger von einem stabilen Hochdruckgebiet bestimmt wird, das bisher kaum gestört worden ist.»

Das Ufer des Lauerzersee (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Lauerz, 31. Juli 2018))

Das Ufer des Lauerzersee (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Lauerz, 31. Juli 2018))

Wann der Regen komme, könne man im Moment nicht mit Sicherheit voraussagen. In der Region Luzern seien am 1. August Gewitter möglich. «Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, liegt derzeit zwischen 40 und 70 Prozent. Der mögliche Regen wäre allerdings wie ein Tropfen auf den heissen Stein, danach ist es wieder trocken.» Gemäss Lang dürfte es in der Zentralschweiz eher regnen als im Mittelland, wo die Niederschlagswahrscheinlichkeit zwischen 20 und 50 Prozent beträgt.

Im Falle eines Gewitters rechnet die Meteorologin mit vergleichsweise viel Regen: «Direkt unterhalb der Gewitterzelle kann es schon mal 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter geben. Drumherum kann es dann schnell nur noch halb so viel oder gar nichts mehr sein.» Denn Gewitter würden oft sehr lokal auftreten.

Warum hat es während den vergangenen heissen Tagen noch keine Sommergewitter gegeben? «Momentan können wegen der grossen Trockenheit kaum Gewitter entstehen. Dazu braucht es genügend Feuchtigkeit», erklärt Sabrina Lang. «Diese kann bei den richtigen Strömungsverhältnissen vom Atlantik oder vom Mittelmeer her bis zur Schweiz transportiert werden. In den vergangenen Wochen stellten sich diese günstigen Wetterlagen nicht ein.»

Mehr Informationen zum ausgesprochen heissen Sommer gibt es im entsprechenden Klimablog von MeteoSchweiz.
Aktuelle Wetterprognosen: www.luzernerzeitung.ch/wetter

Eine Übersicht über die Wassertemperaturen in der Zentralschweiz gibt Schweiz Tourismus.

Hitzetage vor allem im Juli

Wenn die Temperatur grossflächig über 30 Grad ansteigt, spricht man von einem Hitzetag. Teilweise gehen damit auch Tropennächte, an denen das Thermometer nicht unter 20 Grad fällt, einher. Ab 25 Grad spricht man von Sommertagen. Normalerweise ist in der Schweiz mit etwa 6,6 Hitzetagen pro Jahr zu rechnen, rund die Hälfte davon entfällt in der Regel auf den Monat Juli. (red)

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