HOCH-YBRIG: Open-Air-Begeisterte pilgern nach Unteriberg

Am Sonntag ging das Open Air Hoch-Ybrig mit 10'000 Besuchern zu Ende. Die Festivalleitung setzte im Programm konsequent auf Schweizer Künstler.

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Philipp Frankhauser bei seinem Auftritt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Philipp Frankhauser bei seinem Auftritt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Gölä sang seinen «Schwan», Sina tanzte zu ihrem «Sohn vom Pfarrär» und Züri West bedankten sich mit der betörenden Ballade «I schänke dr mis Härz». Tausende zufriedene Gesichter sah man am Hoch-Ybrig, die Bands kommen immer wieder gerne: Schweizer beglücken Schweizer. In Frauenfeld rappt Jay Z, auf dem Gurten singt Herbert Grönemeyer, und in St. Gallen verzaubert Lenny Kravitz die Herzen seiner weiblichen Fans. Wo man auch hinschaut, die Schweizer Open-Air-Bühnen sind voll mit internationalen Topgästen. Ganz anders aber das grösste Open Air der Zentralschweiz. Auf dem Hoch-Ybrig setzt man auf Heimat.

Die Musik-Nationalmannschaft
«Hier spielt die Schweizer Nationalmannschaft der Rockmusik», lautet das Programm der Veranstalter. Und sie tut es erfolgreicher als ihr Pendant auf dem Fussballplatz. Die Headliner der «Musik-Nationalmannschaft» hiessen an diesem Wochenende Züri West, Sina, Stefanie Heinzmann oder Gölä. «Auf Letzteren warten wir schon seit dem Anfang», sagt Pressechef Markus Föhn.

Aber warum gerade Schweizer Musik? «Irgendwann mussten wir uns entscheiden, was für ein Produkt wir anbieten», so Föhn. «Die Wahl fiel auf Schweizer Musik. Das ist unser Verkaufsargument Nummer eins.» Schweizer Musik sei extrem vielfältig. Und ausserdem erhält man für das gleiche Geld das bessere Produkt. «Was bringen uns Kategorie-C-Ausländer, wenn wir Schweizer Top-Acts haben können?», fragt der Pressechef. Ausserdem sei der Umgang mit den nationalen Künstlern unkomplizierter. «Nur schon deshalb, weil wir mit den Schweizern keine Verständigungsprobleme haben.»

Die Philosophie der Veranstalter kommt auch kleineren, lokalen Bands zugute. So zum Beispiel den Redox aus dem Kanton Schwyz. Sie konnten am Freitagabend auf der Zeltbühne des Open Air auftreten.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag im Kulturteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.