HOCHBAUPROGRAMM: Departemente sollen näher zusammenrücken

Zusammengehörende Verwaltungseinheiten sollen räumlich näher zusammengerückt und nach Möglichkeit in kantonseigenen Liegenschaften untergebracht werden. Dies um Kosten zu sparen.

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Das Hochbauprogramm bietet erstmals eine Gesamtübersicht zum Stand der Planung und Realisierung von Bauten und Anlagen, die durch den Kanton genutzt werden, wie die Staatskanzlei mitteilt. Damit würden die Grundlagen für die mittel- und langfristigen Projektplanungen geschaffen. Schwerpunkte der Immobilienstrategie seien die Umsetzung der Eigentumsstrategie, die Entwicklungs- und Werterhaltungsstrategie sowie die langfristige Bedarfsanalyse und Raumplanung. Die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen hat an ihrer Sitzung vom Februar 2009 von diesem Planungsinstrument der Regierung positiv Kenntnis genommen.

Betriebliche und finanzielle Nachteile
Einen hohen Stellenwert nimmt in den kommenden Jahren die Umsetzung der Eigentumsstrategie ein. Die Arbeitsplätze der kantonalen Verwaltung sind heute zu 47% in kantonseigenen Räumen und zu 53% in Mietlösungen eingerichtet. Zudem ist ein grosser Teil der Departemente dezentral und in kleine Verwaltungseinheiten gesplittet untergebracht. Diese Umstände führen zu betrieblichen und finanziellen Nachteilen, wie es weiter heisst. Der Kanton strebt deshalb an, den Eigentumsanteil an den Büroräumlichkeiten im Zeitraum von zwei bis drei Legislaturperioden auf 80% anzuheben.

Ein erster grosser Schritt zur Erreichung dieses Ziels soll der Erwerb und die Sanierung des Verwaltungsgebäudes an der Bahnhofstrasse 15 in Schwyz sein, das sich im Besitz der AHV befindet. Längerfristig wird auch der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes auf kantonseigenem Land geprüft.

Gute Erreichbarkeit im Fokus
Zur Immobilienstrategie zählen aber auch die langfristig ausgelegte Bedarfs- und Raumanalyse für die heute über 1100 Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung sowie die laufende Werterhaltung der kantonseigenen Immobilien. Langfristig wird eine Konzentration der Aktivitäten in eigenen Liegenschaften an Standorten mit guter Erreichbarkeit angestrebt. Im Vordergrund stehen dabei Schwyz, Biberbrugg, Goldau und allenfalls Freienbach. Alle neuen Bauten und Anlagen müssen auch hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeit erfüllen.

Der Kanton verfügt über einen historisch gewachsenen, heterogenen Immobilienbestand an Verwaltungs-, Schul-, Gewerbe- und Kulturbauten. Der Substanzwert von 32 kantonalen Bauten (inklusive Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstrasse 15 in Schwyz) wird aktuell mit rund 291 Mio. Franken ausgewiesen. Das Hochbauprogramm rechnet mit einem jährlichen Aufwand von drei bis fünf Millionen Franken allein für die Substanzerhaltung. Das Investitionsprogramm schliesslich listet sowohl die zahlreichen Bauprojekte auf, die sich bereits in Planung oder Ausführung befinden als auch diejenigen, deren Bedarf zuerst noch einer eingehenden Prüfung unterzogen werden muss.

scd