Hochmoorregeneration beim Modellflugplatz

Gemäss einer Schutzverordnung muss das Gebiert beim ehemaligen Modellflugplatz Wolfschachen in der Moorlandschaft Rothenthurm regeneriert werden. Nach dem Abbruch des Modellflugplatzes werden nun die die für die Hochmoorregeneration nötigen baulichen Massnahmen ausgeführt.

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Der abgebrochener Modellflugplatz Wolfschachen wird renaturiert. (Bild: Amt für Natur, Jagd und Fischerei)

Der abgebrochener Modellflugplatz Wolfschachen wird renaturiert. (Bild: Amt für Natur, Jagd und Fischerei)

Der bis vor zwei Jahren von der Modellfluggruppe Einsiedeln betriebene Modellflugplatz Wolfschachen lag mitten in einem Hochmoor von nationaler Bedeutung sowie im Naturschutzgebiet Moorlandschaft Rothenthurm. Die eidgenössische Hochmoorverordnung verpflichtet die Kantone dazu, bestehende Beeinträchtigungen von Hochmoorobjekten bei jeder sich bietenden Gelegenheit rückgängig zu machen und die Regeneration von Hochmooren zu fördern.

Die im September 2007 erlassene kantonale Schutzverordnung für die Moorlandschaft Rothenthurm schreibt vor, dass die Modellfluganlage Wolfschachen innert fünf Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung zurückgebaut sein muss und bauliche Massnahmen zur Regeneration der betroffenen Hochmoorflächen auszuführen sind, schreibt das Amt für Natur, Jagd und Fischerei in einer Medienmitteilung vom Montag.

Im Herbst 2010 wurde der Betrieb des Modellflugplatzes eingestellt, und im Herbst 2011 wurden die verschiedenen Anlagen des Modellflugplatzes (Pisten, Zuschauer- und Vorbereitungsplatz, Hütten und Parkplätze) abgebrochen.

Einsatz von Bagger erforderlich

Im Auftrag des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei beginnt in diesen Tagen nun der letzte Schritt der Wiederherstellung: die Hochmoorregeneration. Da es dazu bauliche Massnahmen braucht, stehen auch in diesem Herbst wieder Bagger im Moor.

Die Hochmoorregeneration beinhaltet vorab die Schliessung von Entwässerungsgräben, die Anfang der 1960er Jahre eigens für den Bau des Modellflugplatzes im Hochmoor angelegt worden sind. Die Gräben werden mit Torf aufgefüllt. Im Abstand von jeweils ca. fünf Metern werden grosse Holzschaltafeln in das Abflussprofil der Gräben gerammt. So wird der Wasserabfluss gestoppt, und der Wasserspiegel im Hochmoor kann wieder auf seine natürliche Höhe ansteigen.

pd/zim