Hochschule: Patt im Schwyzer Parlament

Eine Umfrage bei den Schwyzer Fraktionschefs zeigt: Der Ausstieg aus dem Zentralschweizer Hochschulkonkordat ist umstritten.

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Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Goldau. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Goldau. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Der Schwyzer Regierungsrat schlägt dem Kantonsrat als Sparmassnahme den Ausstieg aus dem Zentralschweizer Fachhochschul-Konkordat (FHZ-Konkordat) vor. Damit könnten 2,8 Millionen Franken gespart werden, ohne dass jungen Schwyzerinnen und Schwyzern der Zugang zur Hochschule Luzern verweigert würde.

Bei den Fraktionen im Kantonsrat, welcher darüber befinden wird, kommt der Vorschlag unterschiedlich an. Fragt man bei den Fraktionschefs nach, würde sich zur Zeit im Parlament – bei geschlossen stimmenden Parteien – eine Pattsituation ergeben. Nein zum Sparpaket und damit zum Ausstieg aus dem Konkordat sagen SVP (41 Stimmen) und SP (9 Stimmen), ja stimmen würden die Mitteparteien CVP (29 Stimmen) und FDP (21 Stimmen).

«Nicht aufs Spiel setzen»

Allerdings lehnt die SVP nicht dezidiert den Ausstieg aus dem FHZ-Konkordat ab, sondern das Sparpaket der Regierung gesamthaft. Dieses führe nur zu einer Kosten-Umverteilung, so Fraktionschef André Rüegsegger. Die SP hingegen ist klar gegen den Ausstieg aus dem Konkordat. «Wir wollen nicht die gute Zusammenarbeit mit Luzern aufs Spiel setzen», so Fraktionschef Patrick Notter. Auch lehnt seine Partei das Sparpaket ab, weil bereits genug gespart werde.

Ein klares Ja zum Ausstieg aus dem FHZ-Konkordat kommt von der FDP-Fraktion: «Dort können wir sparen», lautet die einfache Begründung von Fraktionschefin Petra Gössi (Bild). Auch CVP-Kantonsrat Andreas Meyerhans glaubt, dass zur Zeit eine Mehrheit seiner Partei für einen FHZ-Ausstieg stimmen würde, und zwar «nicht rein aus Spargründen». Damit spricht er den anderen, wohl ebenso gewichtigen Beweggrund zum Konkordatsausstieg an: eine Retourkutsche an den Kanton Luzern, der das Konkordat zur Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz gekündigt hat.

Guy Studer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.