HOCHWASSER: Regulierung des Lauerzersees bleibt aktuell

Der Schwyzer Regierungsrat möchte, dass die Anrainer des Lauerzersees besser vor Hochwasser geschützt werden. Er unterstützt deshalb zwei Postulate, die eine Weiterführung der Diskussion verlangen, obwohl ein Hochwasserschutzprojekt gescheitert war.

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Der Lauerzersee ist am 1. Juni über die Ufer getreten. Ein Fahrzeug wird in Sicherheit gebracht. (Bild: Erhard Gick)

Der Lauerzersee ist am 1. Juni über die Ufer getreten. Ein Fahrzeug wird in Sicherheit gebracht. (Bild: Erhard Gick)

Der Schwyzer Kantonsrat hatte im Juni einen zweideutigen Entscheid zum Hochwasserschutz am Lauerzersee gefällt. Er hiess zwar mit 50 zu 42 Stimmen einen Kredit von 800'000 Franken gut, mit dem ein Bauprojekt für einen Entlastungsstollen hätte erarbeitet werden sollen. Die Vorlage scheiterte aber an dem für die Finanzvorlage nötigen Quorum von 60 Stimmen.

Aus dem Kantonsrat gingen in der Folge zwei Postulate beim Regierungsrat ein, die eine Weiterführung der Diskussion und eine umfassende Entscheidungsgrundlage verlangen. Die Situation am Lauerzersee gebiete es, dass die Politik ihre Verantwortung wahrnehme, schreibt etwa Erwin Schnüriger (CVP) in seinem Vorstoss.

Der Regierungsrat pflichtet dem bei, wie aus seiner am Montag publizierten Antwort hervorgeht. Der Vorschlag der Postulanten, einen Schritt zurück zu machen und nochmals eine Auslegeordnung vorzunehmen, sei eine Chance, um aus der blockierten Situation herauszukommen.

Der Regierungsrat schlägt vor, dass in einer ersten Phase verschiedene Lösungsvorschläge, auch bereits verworfene, vertieft zu diskutieren. Dann solle entschieden werden, für welche Varianten in einer zweiten Phase ein Vorprojekt ausgearbeitet werden solle. In einer dritten Phase würde es dann darum gehen, ein Bauprojekt mit einem dazugehörenden Wehrreglement zu erarbeiten. (sda)