Höchster Schwyzer Richter in Bedrängnis

Der Schwyzer Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler soll sich illegal Daten beschafft haben. Nun werden erste Rücktrittsforderungen laut.

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Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Für die SP des Kantons Schwyz ist klar: Nach den jüngsten Enthüllungen wird sie Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler bei den kommenden Erneuerungswahlen im Sommer dieses Jahres nicht mehr ihre Stimme geben. Genug hat auch die SVP. Sie fordert einen Neuanfang «auf allen Ebenen».

Dem höchsten Schwyzer Richter wird vorgeworfen, sich ohne Ermächtigung Telefondaten von mehreren Staatsanwälten beschafft zu haben. Die Schwyzer Regierung soll in dieses Vorgehen eingeweiht worden sein, wie Justizdirektor Peter Reuteler am Dienstag deutlich machte.

Der Schwyzer Justizskandal nimmt damit immer grössere Ausmasse an. Dies beunruhigt nicht nur die SP und die SVP. Selbst die Partei von Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler, die CVP, geht auf Distanz. Sie verlangt, dass sich Ziegler vor der Rechts- und Justizkommission des Kantonsrates erklärt.

FDP droht mit PUK

Eine schnelle Klärung fordert auch die FDP des Kantons Schwyz. Bleibt dies aus, drohen die Freisinnigen mit einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK). Eine PUK ist auch für die SVP ein Thema. Der Schwyzer Justizskandal schwelt seit mehreren Wochen und hat dazu geführt, dass bereits zwei Stellen bei der Staatsanwaltschaft ersetzt werden müssen.

bu

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