HÖFE: 7000 Leute leben in der Gefahrenzone

Überflutungskarten für alle Haushalte: Birst der Sihlsee-Staudamm, sollen alle Einwohner wissen, wo sie sicher sind.

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Franz Merlé an der Überflutungskarte. (Bild Daniel Koch/Neue SZ)

Franz Merlé an der Überflutungskarte. (Bild Daniel Koch/Neue SZ)

In diesen Tagen werden alle Haushalte im Bezirk Höfe mit einem Wasseralarm-Merkblatt bedient. Es ist das erste Mal, dass die ganze Bevölkerung Einsicht in eine Karte mit den exakten Überflutungszonen erhält. Franz Merlé, Präsident der Regionalen Sicherheitskommission Höfe, erklärte, man wolle präventiv informieren, statt erst bei Ausbruch der Gefahr zu reagieren.

Das Risiko ist gering, aber vorhanden
Grundlage für die Berechnung der von Fluten bedrohten Gebiete bildet das so genannte «Worst-Case-Szenario». «Wir gingen bei der Planung von einem Total-Crash aus», so Merlé. Will heissen, dass der Sihlsee gefüllt ist und die Mauer plötzlich bricht. Betroffen von der Flutwelle wären rund 7000 Personen.

Dieses Risiko ist gemäss Merlé allerdings sehr klein. Ein Erdbeben sei in der Region zwar möglich, dennoch sei etwa das Risiko, welches von Gefahrentransporten auf der Schiene oder Strasse ausgehe, viel höher.

Sollte es dennoch zu einem Dammbruch kommen, wird zuerst mit dem allgemeinen Alarm und dann mit dem Wasseralarm alarmiert. Dem Wasseralarm-Merkblatt können die Bewohner der Gefahrenzone entnehmen, in welche Besammlungsräume sie flüchten müssen. Dafür bleibt nicht viel Zeit: Bereits nach sieben Minuten würde die Flutwelle Biberbrugg erreichen.

Daniel Koch

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.