HOTELLERIE: Weniger Touristen in Zentralschweizer Hotels

Die Sommersaison verlief für die Zentralschweizer Hotellerie er­nüch­ternd: Im Vergleich zum Vorjahr waren knapp 8 Prozent weniger Logiernächte zu verzeichnen.

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Luzern bei Nacht. (Bild Edi Wismer/Neue LZ)

Luzern bei Nacht. (Bild Edi Wismer/Neue LZ)

Die weltweite Wirtschaftskrise hat der Schweizer Hotellerie eine schlechtere Sommersaison als im Vorjahr beschert. Von Anfang Mai bis Ende Oktober wurden knapp 20 Millionen Übernachtungen gebucht, vier Prozent weniger als 2008.

Sämtliche Monate der Sommersaison schlossen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Die Verluste bewegten sich zwischen zehn Prozent im Mai und 0,4 Prozent im September.

180'000 Logiernächte weniger in der Zentralschweiz
Unter den Schweizer Tourismusregionen war die Zentralschweiz mit einem Rückgang von gut 180'000 Logiernächten (minus 7,7 Prozent) am stärksten vom Rückgang betroffen - gefolgt von Genf (7,4), Berner Oberland (4,6), Zürich (4,5) und Graubünden (4,4).

Im Kanton Luzern nächtigten diesen Sommer knapp 100'000 Touristen weniger als im Vorjahr (minus 8,3 Prozent). Gar über 10 Prozent an Logiernächten verlor der Kanton Nidwalden. Obwalden verzeichnete einen Rückgang von 8,6 Prozent, Zug verlor 6,5 Prozent und Schwyz 6,3 Prozent. Am wenigsten hart traf es den Kanton Uri mit einem Minus von 2,2 Prozent.

Vor allem britische Gäste blieben aus
Schweizweit lag der Rückgang von ausländischen Touristen bei 5,8 Prozent und von einheimischen Gästen bei 2,1 Prozent. Bei Gästen aus Grossbritannien wurde eine Abnahme um 19 Prozent verzeichnet, bei Touristen aus den Golfstaaten ein Minus von elf Prozent.

Für die Niederlanden betrug der Rückgang 6,7 Prozent, für die USA sechs Prozent. Je rund 30 Prozent mehr Übernachtungen buchten dafür Touristen aus China und Hongkong, die Zahl der Logiernächte von russischen Gästen erhöhte sich um 7,8 Prozent.

ap