Hunderte Steuersünder zeigen sich selbst an

In den sechs Zentralschweizer Kantonen zeigten sich auch im zweiten Jahr der Mini-Steueramnestie Steuersünder selbst an. 694 Personen machten von der Möglichkeit Gebrauch, sich einmal im Leben straflos anzuzeigen.

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Die Deklaration des Schwarzgelds bedeutet Mehreinnahmen für die Kantone. (Bild: Keystone)

Die Deklaration des Schwarzgelds bedeutet Mehreinnahmen für die Kantone. (Bild: Keystone)

In Luzernwurden letztes Jahr 370 Selbstanzeigen registriert. Das sind 53 mehr als 2010. Die bekennenden Luzerner Steuersünder zahlten den Behörden nachträglich 8,9 Millionen Franken.

In Zugzeigten sich 100 Personen selber an, gleich viele wie 2010. Es flossen rund 4,2 Millionen Franken in die Staatskassen.

In Schwyzstieg die Zahl der Selbstanzeigen von 104 im Jahr 2010 auf 136 im Jahr 2011. Diese spülten letztes Jahr 4,9 Millionen Franken in die Kassen der Behörden.

Im Kanton Obwaldenwurden 23 Selbstanzeigen registriert, genau gleich viele wie 2010. Die Steuersünder zahlten den Behörden nachträglich 500'000 Franken.

Im Kanton Nidwaldenzeigten sich 40 Personen selbst an, 20 weniger als im Vorjahr. Wieviel Geld zusätzlich in die Staatskasse floss, geht aus der Umfrage der Nachrichtenagentur sda nicht hervor.

Im Kanton Urischliesslich zeigten sich 25 Steuersünder selber an, vier weniger als im Vorjahr. Dies spülte 900'000 Franken zusätzlich in die Staatskasse.

4550 Steuersünder in 24 Kantonen

Total haben sich in der Schweiz über 4550 reuige Steuersünder selbst angezeigt. Das brachte dem Fiskus mindestens 236 Millionen Franken ein. Im Jahr 2010 hatten sich in den gleichen Kantonen über 1000 Personen mehr angezeigt, nämlich 5580.

Zwar haben sich deutlich weniger Menschen gemeldet, um ihre Steuersachen in Ordnung zu bringen. Dennoch gingen noch immer doppelt bis dreimal so viele Selbstanzeigen bei den Steuerämtern ein wie vor 2010, als eine Selbstanzeige noch mit einer Busse verbunden war.

rem/sda