IBACH: Wie aus Jauche Strom wird

Rund um Schwyz dürfte es künftig weniger nach Jauche stinken. Dafür soll eine neue Anlage in Ibach sorgen. Darin soll Biomasse wie Jauche oder Mist vergast, und aus dem Gas Strom erzeugt werden.

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Bauherr Baptist Reichmuth (links) und Hans Reichmuth von der Genossame Schwyz vor den Bauprofilen der Biogasanlage im Wintersried. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Bauherr Baptist Reichmuth (links) und Hans Reichmuth von der Genossame Schwyz vor den Bauprofilen der Biogasanlage im Wintersried. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Baptist Reichmuth ist einer der grossen Bauern der Region. In seinen Ställen stehen etwa 3500 Schweine und Kühe. Diese Tiere sorgen für etwa 40'000 Liter Jauche am Tag. Bei seinem Schweinestall im Wintersried bei Ibach will er darum die Jauche künftig in einem neuen Biogas-Kraftwerk verarbeiten. Soeben wurde dazu das Baugesuch eingereicht.

Durch Gärung entsteht Biogas
Das Herz der Anlage sind zwei runde Gärtanks. Hier hinein werden Gülle, Mist und Grüntourabfall gegeben und leicht erwärmt. In den luftdichten Tanks gärt das Material und gibt Gas ab. Mit diesem Biogas wird danach ein Gasmotor angetrieben, der an einen Generator gekoppelt ist.

Im Generator entsteht Strom, der ins Netz des Elektrizitätswerks des Bezirks Schwyz (EBS) eingespeist wird. Die Biomasse wird nach der Gärung in einen dritten grossen Gärtank gegeben, wo auch noch der verbliebene Rest des Biogases gesammelt wird. Zurück bleibt am Schluss Dünngülle, die zum Düngen verwendet werden kann, die aber - ein angenehmer Nebeneffekt - nicht mehr stinkt.

Gebaut werden sollen diese drei grossen Tanks samt Nebenanlagen unmittelbar neben Baptist Reichmuths Schweinestall im Wintersried. Die Anlage ist rund 35 Meter breit und 80 Meter lang und soll 3 bis 3,5 Millionen Franken kosten.

Bert Schnüriger


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung