IBERGEREGG/GSCHWÄNDSTOCK: Nun ist der Wolf auch in Schwyz unterwegs

Der Wolf hat nun auch den Kanton Schwyz erreicht. Die genetische Analyse einer Kotprobe, die am 13. April im Raum Ibergeregg/Gschwändstock gefunden wurde, bestätigt dies.

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Der Wolf hat sich nachweislich auch im Kanton Schwyz aufgehalten. (Bild djv.newsroom.de)

Der Wolf hat sich nachweislich auch im Kanton Schwyz aufgehalten. (Bild djv.newsroom.de)

Am 13. April meldete der zuständige Wildhüter in der Region Ibergeregg eine Fährte und Kotspuren, die möglicherweise auf einen Wolf schliessen liessen. Wie es in einer Mitteilung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz heisst, hat es eine Kotprobe zur genetischen Analyse an die Universität Lausanne geschickt, um eine sichere Abklärung zu gewährleisten.

Die Resultate der Analyse liegen laut Mitteilung seit Mittwoch, 13. Mai, vor. Sie haben ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Wolf italienischer Herkunft handelt. Weitere Analysen dürften bis etwa Anfang Juni Aufschluss darüber geben, ob es sich um ein männliches oder um ein weibliches Tier handelt und ob es sich um ein bereits bekanntes, oder um ein bisher noch nicht nachgewiesenes Individuum handelt. Schäden an Kleinvieh seien bisher nicht erfolgt.

10 bis 15 Wölfe leben in der Schweiz
Am 18. April konnte noch einmal die Fährte des vermutlich gleichen Tieres in derselben Region nachgewiesen werden. Seither wurden aber keine Spuren mehr festgestellt, schreibt das Amt weiter. Daher sei im Moment nicht bekannt, ob sich der Wolf jetzt noch im Kanton aufhalte oder nicht, da Wölfe grosse Distanzen zurücklegen können.

Zurzeit leben in der Schweiz gemäss Schätzungen des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) rund 10 bis 15 Wölfe. Neun davon konnten mittels DNA-Analysen eindeutig nachgewiesen werden.

Informationsveranstaltung am 2. Juni
Seit Ende 2008 bereitet sich das Umweltdepartement auf die Rückkehr des Wolfes vor und ein kantonales Konzept liege im Grundsatz vor, schreibt das Amt für Natur, Jagd und Fischerei.

Am 2. Juni wird das Umweltdepartement eine Informationsveranstaltung durchführen, zu welchem Interessierte und Direktbetroffene aus Kleinvieh-, Jäger- und Naturschutzkreisen bereits eingeladen worden sind. Das Bafu und der Herdenschutzbeauftragte des Bundes wurden ebenfalls als Referenten eingeladen und werden auch Fragen beantworten.

ana