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«Ich möchte vorne mitlaufen»

Samuel Duss steht bereits zum dritten Mal beim Nachwuchselite-Rennen an der Startlinie. Der Alpnacher (19) freut sich darauf, sich vor Heimpublikum präsentieren zu können.
Stefanie Barmet
Samuel Duss freut sich auf das Heimrennen in Luzern. (Bild: Hanspeter Roos)

Samuel Duss freut sich auf das Heimrennen in Luzern. (Bild: Hanspeter Roos)

Samuel Duss konnte kaum laufen, war die Teilnahme am Stadtlauf bereits ein Muss. Anfänglich noch mit der Familie unterwegs, arbeitete er sich Kategorie um Kategorie hoch. 2017 stand er erstmals bei der Nachwuchselite an der Startlinie. «Der Stadtlauf bedeutet mir viel. Ich habe alle Medaillen zu Hause aufbewahrt», sagt der Alpnacher und fügt an: «Stimmung, Atmosphäre und Organisation sind immer top.» Bei der Nachwuchselite zu starten, sei ein Privileg, eine tolle Möglichkeit auch, sich vor dem Heimpublikum mit starker Schweizer Konkurrenz zu messen. Rangmässig hat sich der Vorjahresfünfte bei den U20 kein Ziel gesetzt. «Ich bin topfit, doch die Konkurrenz ist wie letztes Jahr extrem stark. Mein Ziel ist es, an der Spitze mitzulaufen.» Erstmals ist auch sein um zwei Jahre jüngerer Bruder Jonas bei der U18-Nachwuchselite dabei. «Noch ist Jonas keine grosse Konkurrenz für mich.»

Bereits als Kind nahm der Obwaldner an verschiedenen Läufen teil, doch seine grosse Leidenschaft galt über Jahre dem Biathlon. Auf der Suche nach einer Ausgleichssportart für den Sommer fand er vor sechs Jahren zur Leichtathletik. «Der Aufwand im Biathlon ist enorm, lange Zeit betrieb ich beide Sportarten parallel, dann habe ich mich für den Laufsport entschieden. Nun stellen sich langsam die guten Resultate ein», sagt der Athlet des TV Sarnen, der fünfmal wöchentlich trainiert. «Das Abendtraining ist ein wichtiger Ausgleich in meinem letzten Lehrjahr bei der Post, wo ich fast täglich mehrere Stunden am Schalter stehe.»

Wie es nach dem Lehrabschluss weitergeht, ist derzeit noch offen. Klar ist, dass Samuel Duss auch in Zukunft der Passion Leichtathletik nachgehen möchte. Im letzten Jahr lief er die 800 m auf der Bahn erstmals unter zwei Minuten. Noch schneller soll es im Sommer gehen. «Den Stadtlauf bestreite ich aus dem Training heraus, denn meine Vorbereitung ist auf die Bahnsaison, die im Mai startet, ausgerichtet. Ich will meine Bestzeit von 1:56,43 Minuten über 800 m weiter senken. Mein grosser Traum ist die Teilnahme an der U20-EM in Schweden. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste ich über mich hinauswachsen und unter 1:50,50 Minuten laufen», weiss der Schweizer Vizemeister bei den Junioren mit der Olympischen Staffel der LG Unterwalden.

Ehemalige Sieger starteten Karriere am Stadtlauf

Seit drei Jahren stehen die Rennen der Nachwuchs-Elite in Luzern im Rampenlicht, sie bilden jeweils den Abschluss des Stadtlaufes. Dabei messen sich nationale Mittel- und Langstrecken-Talente über die Distanz von 2,530 km. Über Swiss Athletics Cross Cup musste sich der Nachwuchs für diese Rennen qualifizieren. Dabei steigen die U18 und U20 gemeinsam ins Rennen, sie werden jedoch separat gewertet. Ehemalige Sieger wie Flavia Stutz (LR Gettnau), Stefan Breit (TV Wolhusen), Priska Auf der Maur (TV Erstfeld) oder Astrid Leutert (Bern) sind so zur nationalen Spitzenklasse bei den Aktiven aufgestiegen und vertreten heute die Schweiz an internationalen Grossanlässen.

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