«Ihre Hilfe ist wie ein Geschenk des Himmels»

Riesige Freude, grosse Erleichterung, Lichtblicke und berührende Dankbarkeit: Tiefe Emotionen sprechen aus den Dankesbriefen an die LZ-Weihnachtsaktion. Dank gebührt auch unseren Lesern, die Herz zeigen für Menschen in Not in unserer Region.

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Einige der vielen Dankeskarten, welche die LZ-Weihnachtsaktion dieses Jahr erreichten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Einige der vielen Dankeskarten, welche die LZ-Weihnachtsaktion dieses Jahr erreichten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Wunderschön und berührend» ist es für Elisabeth Portmann, Geschäftsleiterin der LZ-Weihnachtsaktion, wenn sich im Dezember ihr Briefkorb mit der Aufschrift «Dankesbriefe» füllt. Manchen Briefen sieht man an, dass die Absender es nicht gewohnt sind, grosse Worte zu machen und zu schreiben – dennoch nehmen sich viele Hilfeempfänger die Zeit und die Mühe, ihren Dank zu Papier zu bringen. Und auch Gemeinden und Institutionen, welche die Gesuche eingereicht haben, zeigen sich dankbar.

«Lange wusste ich gar nicht, wofür die LZ-Weihnachtsaktion ist und welche Menschen dadurch unterstützt werden. Dieses Jahr gehöre ich zu den Beschenkten», schreibt eine alleinerziehende Mutter in einer schwierigen Lage. Sie hatte die Hoffnung verloren, ihrem Sohn den lang gehegten grossen Wunsch nach einem Schlagzeug erfüllen zu können.

«Ich kann es fast nicht glauben, jetzt geht dieser Traum in Erfüllung. Es gibt nichts Schöneres auf der Welt, als das Glitzern in den Augen von Tim* zu sehen, als er sein Instrument in Empfang nehmen durfte. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Vielen herzlichen Dank.» Eine wichtige Anmerkung: Mit wenigen hundert Franken konnte die Musikschule zu einem günstigen Occasionsinstrument verhelfen.

Geld für die Winterkleider

«Dass ich für meine Töchter Winterkleider kaufen darf und sogar noch kleine Geschenke, freut mich riesig», steht im Brief einer alleinerziehenden Frau, die nach schwierigen Jahren mit einem gewalttätigen Mann nun nach der Scheidung auf eigenen Füssen steht. Ihr Budget ist trotz ihrem grossen Einsatz sehr begrenzt. «Ich war und bin sehr berührt, dass wir Hilfe bekommen. Leiten Sie meinen Dank auch all den lieben Menschen weiter, die gespendet haben.»

«Ich habe mit Sorgen und Bangen auf die Weihnachtszeit gewartet», heisst es auf einer Karte. «Jetzt dürfen mein Kind und ich uns von Herzen freuen. Die Hilfe der LZ-Weihnachtsaktion ist für uns ein Geschenk vom Himmel.» Auch dieser Fall ist ein Beispiel dafür, dass oft mit wenig Geld viel bewirkt werden kann: Das Geschenk unserer Leserinnen und Leser beträgt hier rund 500 Franken, ein Teil davon für Kinderkleider und für einen heiss ersehnten Zoobesuch, der Rest ist für eine Occasionsnähmaschine, damit die Mutter Kleider selber günstig herstellen und ändern kann.

Ein Sozialberatungszentrum hat uns von einem Zahnarzt mit grossem Herz berichtet: Ein Mann, dessen Frau schwer krank ist, hatte seine Zahnbehandlung lange aufgeschoben. Die LZ-Weihnachtsaktion sicherte einen Beitrag zu. Der Empfänger erklärte seinem Zahnarzt seine schwierige Lage – und dieser berechnete daraufhin den günstigeren Sozialtarif und erklärte sich bereit, weitere Kosten selber zu übernehmen. «Er mache keine Spenden, sagte der Zahnarzt, sondern unterstütze jeweils zwei bis drei seiner Patienten auf diese Weise», schrieb das Sozialzentrum.

«Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, wenns auch nicht immer einfach geht», schreibt eine alleinerziehende Mutter, die dank der Hilfe unserer Leser eine Weiterbildung besuchen konnte. Nun ist sie in der Lage, eine Arbeit zu verrichten, bei der sie die Arbeitszeit besser auf ihre familiären Bedürfnisse abstimmen kann.
«Vielen, vielen herzlichen Dank für den grossen Zustupf», schreibt eine Frau, die auf den Entscheid einer Versicherung wartet und mit sehr wenig Geld auskommen muss. «Gross» ist relativ: Für die bescheidene Empfängerin sind 300 Franken für warme Kleider eine riesige Erleichterung.

Zuversicht und Hoffnung

Einer bald 80-jährigen Frau konnte die LZ-Weihnachtsaktion «Zuversicht und Hoffnung in einer schwierigen Lage» schenken: Sie kann offene Rechnungen für Therapien, welche die Krankenkasse nicht zahlt, begleichen. «Und der grosse Druck ist weg», steht weiter im Dankesbrief.

«Einfach nur tausendmal Danke für Ihre Unterstützung», schreibt ein junger Mann, der arbeitslos und durch verschiedene Umstände in einer sehr schwierigen Lage ist. «Ich bin heute vom Spital nach Hause gekommen und durfte den Brief der Weihnachtsaktion öffnen. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk konnten Sie mir gar nicht machen.» Seine Hoffnung für das neue Jahr: Dass er bald wieder eine Arbeitsstelle findet. Und: «Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr selber Geld spenden kann.»

Grosse Freude

Auch Sozialämter und Institutionen sind unseren Lesern dankbar. Eine Sozialarbeiterin schreibt: «Ich danke Ihnen für die grosszügige Hilfe. Die Freude, die ich bei den Hilfeempfängern erleben durfte, löste selbst bei mir Hühnerhaut aus.» Eine andere Sozialfachfrau leitet uns den Dank einer Klientin weiter: «Frau X hat uns gebeten, Ihnen ein herzliches Dankeschön zu übermitteln. Und auch unsere Gemeinde ist dankbar für den grosszügigen Beitrag.»

In einer Urner Gemeinde haben sich zwei Mitglieder der Gemeindebehörde persönlich auf den Weg gemacht zu einer Hilfeempfängerin. «Durch den Schnee sind wir zu dem abgelegenen Häuschen von Frau Z. gestapft und konnten ihr mit den 500 Franken eine riesengrosse Freude machen.»
In diesem Brief steht auch ein grosses Kompliment an unsere Spender: «Es ist wirklich unglaublich, wie grosszügig sich die Leser der ‹Neuen Luzerner Zeitung› und ihrer Regionalausgaben erneut gegenüber den sozial benachteiligten Menschen in der Zentralschweiz zeigen. Echte Solidarität hautnah mitzuerleben, gehört wohl zu den schönsten Geschenken an Weihnachten überhaupt. Die Institution der LZ-Weihnachtsaktion ist deshalb nicht mehr wegzudenken.»

Ruth Schneider / Neue LZ

* Namen geändert

Wir sammeln weiter

Die LZ-Weihnachtsaktion 2011 erreicht und überflügelt mit dem heutigen Zwischenergebnis von 2 690 702 Franken das letztjährige Spitzenergebnis (2010: 2,645 Millionen Franken). Und trotzdem und erst recht: Wir sammeln weiter, und wir danken für jede Spende herzlich (Spenden-Postkonto: 60-33377-5 oder online www.luzernerzeitung.ch/weihnachtsaktion). Beiratspräsident Klaus Fellmann freut sich über das «hoch erfreuliche Zwischenergebnis», denn daraus sei eine «grosse Mitmenschlichkeit und Solidarität» der Leserinnen und Leser unserer Zeitung spürbar.

Auch die Zahl der Gesuche steigt weiter an: Bis Freitag, 30. Dezember 2011, sind bereits deutlich mehr Gesuche eingetroffen als 2010. Am 11. Januar wird der Beirat – das Gremium von Sozialfachleuten, das die Gesuche prüft – tagen und als Gesamtgremium über Gesuche von über 2000 Franken entscheiden.

rs