ILLGAU: Wege aus der Cervelat-Krise

Am Güdelmontag feiert Illgau die Sennenchilbi. Für die Tagwache sorgte die Chatzemusig Illgau. Später, um halb neun Uhr, besuchten die Sennengesellschaft und die rund zwanzig Sennenpärli einen Gedächtnisgottesdienst.

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Musikalisch umrahmt wurde die Messe durch die Ländlerkapelle Schwyzerörgeligruess. Anschliessend folgte ein kleiner farbenprächtiger Umzug durchs Dorf. Angeführt wurde er von Sentenbauern mit Braunvieh, auch die Stierämusig und weitere Dorfvereine machten mit.

Nach dem Umzug strömte das Publikum zum Dorfplatz, wo es von Sennenpräsident Erwin Betschart begrüsst wurde. Die Stückli-Darbietungen stiessen auf grosse Begeisterung. Im ersten Stückli wurde die Fernsehsendung «Al dente» auf die Schippe genommen. Das zweite trug den Titel «Tüfelsbrügg im Geisstobel hindä». Im dritten Stückli versuchten sich Pfahlbauern im Entfachen von Feuer und wurden dabei vom bekannten Steinzeitmenschen Martin Imhof aus Muotathal unterstützt. Bei der vierten Darbietung gings um eine Ölbohrung am Firstspitz, und im nächsten Stückli wurde gezeigt, wie man der drohenden Cervelathaut-Knappheit entgehen kann. Bei der letzten Darbietung amüsierte sich das Publikum ob der Vorstellung der hochwirksamen Füdlä-Heizig vom Stoos. Zwischen den Aufführungen wurden Bräuche wie Gäuerlen, Fahnenschwingen und Juuzen gepflegt.

Gäuerlen fürs Kino
An der Sennenkilbi war ein professionelles Filmteam unterwegs. Die Regisseurin Gitta Gsell beabsichtigt nämlich, einen zirka 80-minütigen Kinofilm zu realisieren. Im Zentrum des Films stehen perkussive Tänze, die man auch als Stepptanz bezeichnen könnte. Dazu gehören sowohl der Irish-Dance aus Irland als auch das Bödele und Gäuerle. Wenn die Finanzierung zu Stande kommt, wird der Film ab Frühling 2009 in Landkinos zu sehen sein.

Guido Bürgler