Im Kanton Schwyz ist das Geld ungleich verteilt

Die Vermögen und Einkommen der Schwyzer Steuerpflichtigen sind ungleich verteilt. Zudem lebten im Jahr 2007 4500 Personen unter dem Existenzminimum.

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Anlässlich des Europäischen Jahrs zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung leuchtet der diesjährige Sozialhilfebericht des Kantons Schwyz das Thema Armut genauer aus.

Analysiert wird die Armut anhand der Daten der Steuerstatistik 2007. Der Bericht zeigt, dass Alleinerziehende, Geschiedene, junge Erwachsene und Personen ausländischer Nationalität am stärksten von Armut gefährdet und überdurchschnittlich oft auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Im Jahr 2007 deklarierten rund 1000 von den 72'327 im Kanton Schwyz lebenden Steuerpflichtigen keine Einkünfte - fast ebenso viele hingegen mehr als eine halbe Million Franken. Die Hälfte der Steuerpflichtigen erzielte ein Einkommen von weniger als 56'000 Franken.

Aber nicht nur die Einkünfte, auch die Vermögen sind im Kanton Schwyz nicht gleich verteilt. 10 Prozent der Steuerpflichtigen wiesen in der Steuererklärung 2007 kein Reinvermögen aus, 11 Prozent mindestens eine Million Franken.

Laut Bericht lebten im Jahr 2007 4500 Personen unter dem Existenzminimum. Davon bezogen 2100 Personen Sozialhilfe, 2400 verzichteten aus unbekannten Gründen auf ihren Anspruch. Die Zahl der Sozialhilfebezüger sei jedoch zum dritten Mal in Folge zurückgegangen, heisst es im Bericht.

sda