IMMENSEE: Gymnasium wehrt sich gegen SVP-Vorwürfe

Jetzt ist dem Immenseer Rektor Aldo Magno der Kragen geplatzt. Er verurteilt das Durcheinanderwerfen von Fakten der Küssnachter SVP.

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Aldo Magno, Rektor des Gymnasium Immensee. (Archivbild Christian Iseli/Neue LZ)

Aldo Magno, Rektor des Gymnasium Immensee. (Archivbild Christian Iseli/Neue LZ)

Ein Sprecher des türkisch-kulturellen Vereins Wangen ist von einer geplanten Podiumsdiskussion zur Minarett-Initiative im Gymnasium Immensee ausgeladen worden. Auf Druck der Präsidentin der kantonalen SVP, Judith Uebersax. Das sei nichts als richtig, schreibt die SVP Küssnacht in einer Mitteilung. Schliesslich handle es sich bei den eingeladenen Vertretern des Vereins um Extremisten. Ausgerechnet, dass auf christlichen Traditionen fussende Gymnasium Immensee würde nun ihre Schüler im Hinblick auf die Minarett-Abstimmung derart indoktrinieren, ist die Partei überzeugt.

«Die Absage an den Verein erfolgte nicht auf Druck der SVP-Drohung, sondern aus der Einsicht, die Schule nicht zur Zielscheibe von Vorwürfen zu machen», sagt nun Rektor Aldo Magno. Wie die SVP daraus den Vorwurf der «Indoktrination der Schüler» konstruiere, sei schleierhaft. Es gehöre zum Auftrag eines aufgeklärten Gymnasiums, eine Position von allen Seiten auszuleuchten. Dazu gehöre eine Diskussionskultur, in der auch der politische Gegener zu Wort komme.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.