IMMENSEE: Missionare blockieren eigenes Projekt

Die Missionsgesellschaft Bethlehem plante auf ihrem Areal ein visionäres Wohnprojekt. Jetzt formiert sich Widerstand – ausgerechnet aus den eigenen Reihen.

Rahel Schnüriger
Drucken
Teilen
Die Missionsgesellschaft Bethlehem wollte auf ihrem Areal günstige Wohnungen für die Allgemeinheit errichten. (Bild Archiv Neue LZ)

Die Missionsgesellschaft Bethlehem wollte auf ihrem Areal günstige Wohnungen für die Allgemeinheit errichten. (Bild Archiv Neue LZ)

Es ist ein vorbildliches Projekt, welches die in Immensee verankerte Missionsgesellschaft Bethlehem seit Jahren plant und vorantreibt: eine Mehr-Generationen-Siedlung mit «preisgünstigen Wohnungen für Gross- und Kleinfamilien, Geschiedene und Verheiratete, Leutselige und in sich Gekehrte, Junge und in die Jahre gekommene», wie es auf der Homepage des Projekts «Wohnen im Bethlehem» heisst. Die Aussicht auf günstigen Wohnraum – der im Bezirk Küssnacht rar ist – ist auch beim Bezirksrat auf Interesse gestossen. Dieser nahm im Planungsgremium Einsitz, um sich an der Entwicklung beteiligen zu können.

Drei Einsprachen eingereicht

Doch die Euphorie über die Pionierarbeit der Missionsgesellschaft ist vorerst verflogen. Die Reaktion auf den öffentlich aufgelegten Gestaltungsplan sind drei Einsprachen. Besonders schmerzhaft: Eine davon wurde von einer ganzen Liste Missionare unterzeichnet, stammt also aus den eigenen Reihen. Kern der Unzufriedenheit ist ein Missionshaus, das dem Neubau hätte weichen müssen.