Immer mehr junge Jassbegeisterte

Mitte Oktober startete die 6. Zentralschweizer Jassmeisterschaft der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihren Regionalausgaben. Auffällig: Es kommen immer mehr junge Jasserinnen und Jasser.

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Über 100 Personen jassten im sogenannten Galeriesaal im Restaurant Hirschen in Sursee. (Bild: Claudia Surek)

Über 100 Personen jassten im sogenannten Galeriesaal im Restaurant Hirschen in Sursee. (Bild: Claudia Surek)

«Die bisherigen Vorausscheidungen waren sehr gut besucht. Auffällig ist, dass immer mehr junge Jasserinnen und Jasser kommen», äusserte der bekannte Jassexperte Ernst Marti, der diesen Anlass leitet. Die Teilnahme jüngerer Personen fiel auch an der fünften Vorausscheidung im Galeriesaal des Hotels Hirschen in Sursee auf. «Ich jasse aus Plausch mit», sagte die 24-jährige Patricia Köpfli aus Ballwil. Ihre Mutter Lisbeth und ihr Bruder Remo Köpfli waren auch im «Hirschen» anzutreffen. Die 28-jährige Sonja Kägi aus Stansstad meinte: «Ich komme immer zu dritt mit meinem Freund und einem Kollegen. Meistens jassen wir auch in Stans mit.»

Aus dem Kreis der jungen Jasserinnen und Jasser im «Hirschen» brillierten gleich drei mit den besten Resultaten. Thomas von Moos erjasste sich mit 4292 Punkten den ersten, Patricia Köpfli mit 4236 Punkten den zweiten und Sandro Waser mit 4164 Punkten den vierten Platz. Margrit Bieri aus Alberswil erreichte den dritten Rang mit 4189 Punkten. Sie war von ihrem eigenen Resultat völlig überrascht und meinte bescheiden: «Ich hatte einfach Glück.»

Auch mal einen Joker

129 Personen erschienen zur Vorausscheidung im Hotel Hirschen. So geschah es, was bei Jassveranstaltungen hin und wieder der Fall ist, dass jemand freiwillig den Joker zog respektive eine Runde aussetzte, wie beispielsweise Romy Arnet aus Luzern. Sie tat das gerne. Für die jassfreie Runde erhielt sie 1000 Punkte. Erstaunlicherweise erjasste sie selbst noch 1000 Punkte in der zweiten Passe.

Neuer Sponsor

Zirka ein Drittel der Teilnehmer an einer Vorausscheidung erhält jeweils als Preis einen Warengutschein von Otto’s. Diese Firma ist seit einigen Jahren treuer Sponsor der Zentralschweizer Jassmeisterschaft. Neu unterstützt auch die Pilatus Getränke AG in Alpnach diesen Anlass. Sie spendierte nebst Preisen für den Final Spaghetti als Trostpreis für alle Vorausscheidungen. So geht also niemand mit leeren Händen nach Hause.

Das Reisebüro Cruisenet aus Altdorf offerierte übrigens bereits zum sechsten Mal eine Mittelmeer-Kreuzfahrt für zwei Personen an die Siegerin oder den Sieger des Finals, der am 10. Dezember im Restaurant Stadtkeller in Luzern stattfindet.

Claudia Surek

Noch weitere Vorrunden bis zum Final

Noch finden 8 Vorausscheidungen der 6. Zentralschweizer Jassmeisterschaft statt. Rund 10 Prozent der Teilnehmer jeder Vorrunde qualifizieren sich für den Final vom 10. Dezember im «Stadtkeller» in Luzern. Der Zentralschweizer Jasskönig gewinnt eine Mittelmeerkreuzfahrt für zwei Personen im Wert von 3000 Franken. Rund 30 Prozent aller Teilnehmer jeder Vorausscheidung erhalten ebenfalls verschiedene Preise.

Die Meisterschaft im Überblick

Das Startgeld beträgt 20 Franken, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Standblattausgabe ist jeweils ab 19 Uhr, Jassbeginn um 19.30 Uhr. Gespielt werden pro Spieltag vier Passen (Runden) des Schiebers (ohne Wyys). Die Spielpartner werden zugelost. Die weiteren Vorausscheidungen finden wie folgt statt: Montag, 12. November , Restaurant Kreuz, Schüpfheim; Mittwoch, 14. Novemb er , Restaurant Wysses Rössli, Schwyz; Donnerstag, 15. November , Restaurant Schnitz und Gwunder, S teinhausen; Montag, 19. November , Gasthaus z um Widder, Küssnacht am Rigi; Donnerstag, 22. November , Hotel Engel, Stans; Mittwoch, 28. November, Schlossschür, Willisau; Donnerstag, 29. Novem ber, Schützenhaus, Altdorf;Montag, 3. Dezember, Kulturzentrum Braui, Hochdorf.


Romy Arnet zog den Joker. (Bild: Claudia Surek)

Romy Arnet zog den Joker. (Bild: Claudia Surek)

Freuten sich über ihren Einzug in den Final: Patricia Köpfli, Thomas von Moos und Margrit Bieri (von links). (Bild: Claudia Surek)

Freuten sich über ihren Einzug in den Final: Patricia Köpfli, Thomas von Moos und Margrit Bieri (von links). (Bild: Claudia Surek)