In der kalten Jahreszeit wütet der Feuerteufel

In der Zentralschweiz häuften sich in letzter Zeit die Brandfälle. Wohl kein Zufall, denn im Winter kommt es statistisch häufiger zu Feuersbrünsten – und das hat seine Gründe.

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Noch ist unklar, was zum Brand in Horw geführt hat, bei dem ein Mann ums Leben kam. (Bild: Feuerwehr Stadt Luzern)

Noch ist unklar, was zum Brand in Horw geführt hat, bei dem ein Mann ums Leben kam. (Bild: Feuerwehr Stadt Luzern)

Die Ursache des Brandes im Horwer Wohnhaus, bei dem Luzerner Stadtoriginal Josef «Rottanndli» Bieri das Leben lassen musste, ist laut der Luzerner Polizei noch unklar. Und der der Brand in Horw ist kein Einzelfall. In Luzern, Alpnach, Kerns, Schongau, Schötz, Willerzell, Arth, Andermatt und Spiringen wurden in der Zentralschweiz in jüngster Zeit noch neun weitere Brände registriert.

Gefahr durch Wärmequellen

Laut Statistik der Beratungsstelle für Brandverhütung sterben schweizweit in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar mehr Personen durch Brände (durchschnittlich 3 Personen pro Monat) als beispielsweise im September (im Schnitt 1 Person). «Im Winter laufen allerlei Wärmequellen in den Häusern auf Hochtouren. Alleine dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert», sagt Markus Clerc, Mediensprecher der Gebäudeversicherung Luzern. Besonders bei Cheminées, Kerzen und Elektroheizungen ist laut Clerc höchste Vorsicht geboten.

Alexander von Däniken/zim

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So können Brände vermieden werden

Cheminées und Öfen: Brennbare Materialien wie Wohnungseinrichtungen, Dekorationen, Brennstoffe oder Wäsche müssen einen angemessenen Abstand zur Feuerstelle aufweisen. In Holzfeuerungen darf nur naturbelassenes, trockenes Holz verbrannt werden. Verboten ist das Verbrennen von Abfall wie Papier, Karton oder Kunststoff. Asche mindestens 48 Stunden ausglühen lassen und in nicht brennbaren Behältern entsorgen. Funkenwurf bei Cheminées muss durch einen Metallvorhang oder ein Gitter vermieden werden. Die Funktion der Heizung und Heizgeräte (Rauchentwicklung, Geräusche) regelmässig überprüfen. Die Geräte während des Betriebs nie unbeaufsichtigt lassen.
Kerzen: Nur Kerzenständer verwenden, die nicht brennbar, dafür aber gross genug sind, um das flüssige Wachs aufzufangen und der Kerze einen sicheren Halt geben. Duchzug vermeiden. Brennende Kerzen ausserhalb der Reichweite von brennbaren Materialien halten. Kinder nie alleine in der Nähe von brennenden Kerzen spielen lassen.Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, sondern vor dem Verlassen des Raumes löschen.

red