In einem Jahr geht die Winteruniversiade los: Helfer und Finanzen als Herausforderung – und so sieht das Maskottchen aus

In 366 Tagen werden die Olympischen Spiele für Studierende, welche in der Zentralschweiz stattfinden, eröffnet. Am Dienstag wurde das Maskottchen präsentiert.

Fabienne Mühlemann
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Das noch namenlose Maskottchen der Winteruniversiade 2021 mit seiner Schöpferin Luisa Zürcher (rechts).

Das noch namenlose Maskottchen der Winteruniversiade 2021 mit seiner Schöpferin Luisa Zürcher (rechts).

Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 21. Januar 2020)

In einem Jahr ist es soweit: Am 21. Januar 2021 wird auf dem Europaplatz in Luzern die 30. Winteruniversiade eröffnet. Zu diesem Anlass hat das OK am Dienstag diverse Aktivitäten geplant. So diskutierten Persönlichkeiten aus Bildung und Sport im Luzerner Regierungsgebäude über die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium. Beim Bahnhofplatz in Luzern gab es einen Informationsstand. Und auch das Maskottchen wurde präsentiert.

Berge und Fasnacht als Maskottchen-Inspiration

Aus vier Vorschlägen hat eine Jury das Fabeltier von Luisa Zürcher, einer Studentin der Luzerner Hochschule, auserkoren. Als Inspiration für die Gestaltung des Maskottchens dienten ihr die Zentralschweizer Berge und die Fasnacht. Am Dienstag fand die offizielle Vorstellung statt, bei der das Maskottchen mit dem Schiff in Luzern ankam. Am Abend wird es beim EVZ-Spiel auftreten. Noch trägt das rote Wesen keinen Namen. Ab sofort kann man über die Winteruniversiade-Kanäle auf den sozialen Medien Namensvorschläge einreichen.

Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 21. Januar 2020)

Für Guido Graf, Präsident des Vereins Winteruniversiade 2021 und Luzerner Regierungsrat, ist der Anlass eine Herzensangelegenheit:

«Mit dem Startschuss wollen wir das Feuer in der Bevölkerung entfachen.»

Denn in den Köpfen der Leute ist der Anlass noch nicht wirklich verankert. Dies soll durch die Einbindung der Bevölkerung auf den sozialen Kanälen oder mit Auftritten an Sportanlässen geändert werden. Auch an der Luga wird der Verein vertreten sein.

Die Vorbereitungen für den Anlass laufen auf Hochtouren und sind laut dem Verein auf Kurs. Eine grosse Herausforderung stelle die Rekrutierung und Ausbildung der rund 3000 freiwilligen Helfer dar, erklärte Geschäftsführer Urs Hunkeler am Dienstag an der Medienkonferenz.

Auch die Finanzierung ist immer wieder ein Thema. So seien 90 Prozent der Einnahmen gesichert. «Doch der letzte Teil ist der härteste», so Hunkeler. Das Budget liegt bei 39 Millionen Franken, 14 Millionen zahlt der Bund, 13 Millionen die Kantone. Den Rest finanzieren private Sponsoren. Der Transport der Athleten mit dem ÖV, deren Unterbringung in Luzerner Hotels oder die Trainingsbedingungen werden aus dem Budget bezahlt. Die Teilnehmer zahlen zusätzlich pro Nacht 75 Euro aus eigener Kasse. «Wichtig ist, dass wir am Schluss kein Defizit haben», sagt Guido Graf.

Jakob Ineichen, Luzerner Zeitung

Optimierung und Ausbau von Pisten

Die Austragungsorte stehen zum Teil unter Zeitdruck. Der Stoos, welcher ursprünglich für die Skirennen vorgesehen war, hatte sich im August 2019 aus finanziellen Gründen zurückgezogen. Zwei Monate später wurde bekannt, dass der Stoos und damit der Kanton Schwyz doch einen Austragungsort stellt. Dort müssen noch Optimierungen an der Franz-Heinzer-Piste und der Maggiweid vorgenommen werden. Laut Hunkeler sind diese Arbeiten auf Kurs: «Der Stoos konnte enorm aufholen.» Er ist zuversichtlich, dass im Januar 2021 alles bereit ist.

Als nächstes stehen diverse Testevents in den Austragungsorten an. Im September beim «Head of Delegation Meeting» reisen die über 50 Delegationsleitungen nach Luzern, um sich vor Ort über den Event zu informieren. Die Winteruniversiade, die Olympiade für Studierende, findet vom 21. bis 31. Januar 2021 statt.

Geschäftsleiter Urs Hunkeler (rechts).

Geschäftsleiter Urs Hunkeler (rechts).

Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 21. Januar 2020)

Einige Zahlen zur Winteruniversiade

1600

Athletinnen und Athleten werden erwartet. Rund 120 sind im Schweizer Team.

3000
Helferinnen und Helfer werden in der Zentralschweiz im Einsatz stehen.

50'000
Gäste aus der ganzen Welt werden während der Universiade erwartet.

900
Team-Mitglieder

500
Medienschaffende

Maskottchen mit dem Organisationskomitee.

Maskottchen mit dem Organisationskomitee.

Bild: Sandro Tresch
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